Abfallentsorgung im Landkreis : Sperrmüll: System wird angenommen

Steffen Grünwaldt (M.) gibt Auskunft im Betriebsausschuss Abfallwirtschaft des Landkreises.
Steffen Grünwaldt (M.) gibt Auskunft im Betriebsausschuss Abfallwirtschaft des Landkreises.

Der Landkreis macht auch bei Papier bisher Plus zugunsten der Bürger

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16. Mai 2017, 08:00 Uhr

5398 und 161 000, diese beiden Zahlen markieren derzeit eine positive Entwicklung bei der Abfallentsorgung im Landkreis. Das eine ist die Zahl der Anträge, die Bürger im Kreis bis zum 5. Mai in Sachen Sperrmüllentsorgung gestellt haben. Die 161 000 Euro sind der Gewinn, den der Landkreis im ersten Quartal vor allem bei der Altpapierentsorgung durch die derzeit hohen Preise im Markt erzielt hat. Genannt hat diese Zahlen Steffen Grünwaldt, der derzeit von der Politik am schärfsten überwachte Mitarbeiter des Landkreises. Denn Grünwaldt ist Chef des kreislichen Abfallwirtschaftsbetriebes. Dieser hatte ja die Entsorgung von Papier und Sperrmüll an sich gezogen und damit den seit Monaten dauernden Protest der Christdemokraten aber auch der Fraktion FDP/AfL auf sich gezogen. Aus dem Protest ist ein prinzipieller Streit geworden, der zum Teil auch ins Persönliche geht. Grünwaldt musste sich mit seinem Team genauen Fragen des Betriebsausschusses stellen.

So bezweifelte z. B. Andreas Sturm von den Linken, dass die neue Regelung bei der Sperrmüllabfuhr bei den Bürgern ankomme. „Die Leute bei uns sagen nichts Gutes darüber, zudem landet wohl mehr Müll im Wald.“ Grünwaldt konnte das so nicht bestätigen, gab aber zu, dass die neue Regelung Zeit brauchen werde, sich durchzusetzen. Wer im Kreis Sperrmüll entsorgen lassen will, muss einen Termin für seinen Haushalt mit dem Kreis vereinbaren. Vorher gab es große Sammlungen für ganze Dörfer und Straßenzüge.

Nach zögerlichem Start in den ersten Monaten sei die Zahl der Anträge dann sprunghaft gestiegen. Deutlich angewachsen sei auch die Menge des Elektronikschrotts, da habe man einen Zuwachs von 35 Prozent. Das sei auch nicht verwunderlich, schließlich hätten auswärtige Müllverwerter nur noch geringe Chancen, Verwertbares vor dem Kreis einzusammeln. Probleme gäbe es derzeit noch in großen Wohnsiedlungen, wo Unbekannte immer wieder etwas zu den kleinen Sammlungen hinzustellen würden. „Das haben wir aber im Griff“, erklärte Grünwaldt. Der Kreis gehe bei der Terminvergabe auch unkompliziert vor, z. B. wenn ältere Menschen Termine telefonisch vereinbaren wollten.

Gut läuft es im zweiten Abfallbereich des Kreises, hier sind bisher die Mengen aus den Vorjahren wieder eingesammelt worden. Und da die Preise fürs Papier gestiegen sind, konnte der Kreis dieses Papier auch teurer verkaufen.

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