Boizenburg : Sperrmüll geriet in Brand

Ein Radlader zieht den zusammen gepressten Müll auseinander, damit er gelöscht werden kann.
Ein Radlader zieht den zusammen gepressten Müll auseinander, damit er gelöscht werden kann.

Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe merken, dass ihr Fahrzeug qualmt und verhindern Schlimmeres

svz.de von
11. Juli 2018, 05:00 Uhr

Es ist ein Schreck für Christian Drenkhahn und Oliver Kann, als sie plötzlich Rauch aus ihrem Auto aufsteigen sehen. Die beiden Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe Ludwigslust-Parchim haben gerade eine Fuhre Sperrmüll in der Dr.-Alexander-Straße in Boizenburg aufgeladen und wollen weiterfahren, als sie das Feuer bemerken, das sich im hinteren Teil ihres Müllfahrzeuges entwickelt hat.

„Wir vermuten, dass irgendjemand etwas beim Sperrmüll dabei hatte, dass durch das Pressen des Müllwagens Feuer gefangen hat“, berichtet Raik Brauner, Kommissar des Polizeireviers Boizenburg. Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe hätten jedoch schnell reagiert. „Sie haben das Wohngebiet verlassen und sind auf ein leeres Gelände in der Schwartower Straße gefahren“, so der 28-jährige Polizeikommissar. Dort haben die Fahrer des Müllwagens den Inhalt ihres Fahrzeuges entladen, um weiteren Schaden zu verhindern und die Feuerwehr verständigt.

Ein Radlader vom städtischen Bauhof Boizenburg sorgte dafür, dass die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr den Brand löschen konnte. „Der Radlader zieht den zusammen gepressten Müll auseinander, damit die Feuerwehr die einzelnen Brandherde beseitigen kann“, so Raik Brauner.

„Es natürlich nicht so schön, wenn man sieht, dass es brennt und man sich fragt, ob der Wagen überhaupt heil bleibt“, so Oliver Kann, „da können wir froh sein, dass nicht mehr passiert ist.“ Das sieht auch Steffen Grünwaldt, Leiter des kreislichen Abfallwirtschaftsbetriebes so: „Wir sind sehr froh darüber, dass unsere Mitarbeiter den Brand so schnell bemerkt und so geistesgegenwärtig reagiert haben. Dadurch konnte Schlimmeres verhindert werden. Wir hatten Glück im Unglück.“

Erst vor vier Wochen erlebten die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe des Landkreises in Consrade einen ähnlichen Fall. „Aufgrund des hohen Drucks, der beim Pressen entsteht, kann es zu einer Selbstentzündung des Mülls kommen“, weiß Steffen Grünwaldt.

Wer für die Kosten des Einsatzes aufkommt, sei derzeit noch unklar. Das Fahrzeug jedoch ist nach vorheriger Überprüfung der Fahrtauglichkeit bereits wieder im Einsatz.

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