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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 18:04 Uhr

Sonderschicht in der Kieskuhle

vom

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2013 | 06:04 Uhr

Boizenburg | Die Kieskuhle auf Vier am Sonntagvormittag: 40 Frauen und Männer nahmen hier wiederholt Sandsäcke in die Hand. Nachdem die aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Boizenburg, Bahlen und Schwartow diese für die Abwehr des Jahrhunderthochwassers im Juni 2013 mit Kies gefüllt und an den Deichen verbaut hatten, begannen sie nun damit, diese wieder zu entleeren. Allerdings handelte es sich hier, wie Ortswehrführer Reinhold Tiede gegenüber unserer Redaktion betonte, ausschließlich um eine angelegte Reserve, die nicht für die zeitweilige Erhöhen der Deichkronen, der Fachmann spricht dabei von einer so genannten Aufkadung, gebraucht wurde. Eigentlich treffen sich die ehrenamtlichen Lebensretter immer am ersten Sonntag im Monat zum Dienst zur Ausbildung. Dieses Mal war eine Sonderschicht der Grund.

Als die Feuerwehrleute sich mit einem Grillfest auf der Feuerwache "Adolf Hansen" bei jenen bedankten, die ihnen bei der Abwehr der Flut tatkräftig zur Seite standen, nutzten der Bürgermeister Harald Jäschke und der Gemeindewehrführer Bernd Buck die Gelegenheit, in der gemütlichen Runde ein großes Problem anzusprechen. Tausende gefüllte Sandsäcke gilt es, vom Kies zu befreien. Sie riefen auf, sich auch für diese Aufgabe zu engagieren. Von 8 bis 11 Uhr schuftete das Team der ehrenamtlichen Lebensretter um Boizenburgs Gemeindewehrführer Bernd Buck. Zum Glück mussten sie dabei keine Hitzeschlacht schlagen, wie beim Füllen der Sandsäcke. Am Sonntag wehte ein kühler Wind, den die Einsatzkräfte durchaus als Erfrischung empfanden. Sie haben gut geschafft, dennoch warten in der Kieskuhle noch viele Sandsäcke auf fleißige Hände.

Zurück auf der Feuerwache gab es eine Überraschung: Guido Landsmann kam mit einem helfenden Geschenk. Der Generalagent der Provinzial Versicherungen überreichte mit einem mobilen Rauchverschluss ein Mittel der modernen Brandbekämpfung. Es besteht aus einem nicht brennbaren Tuch, das an einem Metallrahmen befestigt ist. Dieser wird mit einer Spreizstange in einen Türrahmen gespannt, und das herabhängende Tuch verschließt die Türöffnung und verhindert bzw. reduziert so die Ausbreitung von heißem und giftigem Brandrauch in noch unverrauchte Bereiche.

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