Oldtimer : Sommertag mit heißen Schlitten

Jan Köberle aus Alt Meteln mit einem Ford Pickup F 100 von 1968.
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Jan Köberle aus Alt Meteln mit einem Ford Pickup F 100 von 1968.

14. Oldtimertreffen in Hagenow konnte sich über regen Zuspruch von Ausstellern und über viele Besucher freuen

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24. August 2015, 08:00 Uhr

Freiluftveranstaltungen haben alle etwas gemeinsam: Sie stehen und fallen mit dem Wetter. Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen sorgten am vergangenen Wochenende beim mittlerweile 14. Oldtimertreffen in Hagenow für einen schon von Beginn an regen Zuspruch seitens der Liebhaber historischer Fahrzeuge.

„Das haben wir uns auch verdient, schließlich sind wir nach dem Altstadtfest das zweitgrößte Event in der Stadt“, sagt Maik Rühmling, Hauptorganisator und Chef des Oldtimerclubs Hagenow e.V.. Maik Rühmling konnte am Sonnabend seinen Stolz nicht verbergen, dass trotz Vergrößerung der Ausstellungsfläche um 5000 Quadratmeter erst vor zwei Jahren kaum noch freie Plätze für ständig ankommende Motorräder, Lastkraftwagen, Traktoren oder Personenkraftwagen zur Verfügung standen. Auch über das zunehmende Interesse an seinem Oldtimerclub freute sich Rühmling am Sonnabend. Bis zum Mittag konnte der bekennende Auto-Enthusiast bereits fünf neue Mitglieder in seinem Verein begrüßen.

Maik Rühmling erinnerte sich im Gespräch mit der SVZ noch genau an die Anfänge seines mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Treffens. „Seinerzeit trafen sich hier auf dem Festplatz lediglich zehn Händler und knapp eine Handvoll Oldtimerfreunde. Es ist schon unglaublich, was daraus in den letzten Jahren geworden ist“, schwelgte der Vereinschef in den vergangenen Zeiten, während er unzählige Hände von so manchem „Wiederholungstäter“ schüttelte. Schon von Anfang an mit von der Partie beim Hagenower Oldtimertreffen ist der 79-Jährige Claus Bruhns aus Neustadt-Glewe. Dabei war der ehemalige Kraftfahrer des Betonwerkes Ludwigslust am Sonnabend froh, überhaupt noch einen Stellplatz für seinen historischen Lastkraftwagen Horch H6 aus dem Jahr 1958 bekommen zu haben. „Nach der Wende wurde das Fahrzeug leider nicht mehr benötigt und stand bis 2007 in meiner Garage. Dann entschied ich mich, meinen Horch H6 wieder für solche Oldtimertreffen in Betrieb zu setzen“, freut sich Claus Bruhns. Er ist noch heute derart von seinem „Schätzchen“ begeistert, dem er damals lediglich neues Wasser auffüllen und eine neue Batterie einbauen musste, worauf das gute Stück auf Schlag ansprang. Seitdem fährt der oldtimerbegeisterte Rentner mit seinem Fahrzeug etwa 1000 Kilometer im Jahr und besucht die Treffen in Quitzin, Spornitz, Perleberg oder Kaarßen.

Nur wenige Meter vom „alten Hasen“ Claus Bruhns entfernt präsentierte Jan Köberle aus Alt Meteln seinen Ford Pickup F 100 aus dem Jahr 1968. „Erst im August vergangenen Jahres kaufte ich mir das aus den USA stammende Schmuckstück, um es während er Wintersaison motortechnisch instand zu setzen“, sagt der 46-Jährige Kraftfahrer eines Schweriner Autohauses. Köberle war am Sonnabend gemeinsam mit seiner Freundin Jenny Picht auf dem Oldtimertreffen zu Gast und freute sich auf das Fachsimpeln mit anderen Liebhabern der historischen Fahrzeugtechnik.

Nachdem in den vergangenen Jahren beim Hagenower Oldtimertreffen bekannte Künstler wie Ute Freudenberg, Petra Zieger, Wolfgang Ziegler oder Michael Wendler auftraten, kündigte Cheforganisator Maik Rühmling für das dann 15. Treffen im kommenden Jahr eine weitere Überraschung an, ohne schon jetzt zu viel verraten zu wollen. „Schließlich wollen wir unseren Gästen alle fünf Jahre etwas ganz besonderes bieten“, so Rühmling.

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