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Fest am Schaalsee : So feiert Neptun nur in Zarrentin

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Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Drei Tage Festtagsstimmung am Schaalsee. Höhepunkt war die spektakuläre Taufe mit dem Meeresgott, Nixen und Häschern.

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Wie viel Liebe und Engagement in so einem Fest steckt, spürt man tatsächlich erst, wenn man mit den Protagonisten, Organisatoren, Helfern und Unterstützern ins Gespräch kommt. Das Neptunfest in Zarrentin jedenfalls war auch in der 63. Auflage eine Party, die sich gewaschen hatte. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Dass es Petrus am Freitag und Sonnabend nicht so gut mit den Schaalsee-Anwohnern und Gästen meinte, stieß sogar dem dem Meeresgott sauer auf. „Sagt mal, was habt ihr denn hier überhaupt für ein Sch...-wetter?“, entfuhr es Neptun alias Uwe Pulss, als er aus den Fluten des Sees emporstieg, um mit seinem bestens gelaunten Team aus Häschern und Nixen die Zeremonie einleitete. „Nu kann dat losgohn mit de Tauferie“, schallte es im besten Mecklenburger Platt über die Badestelle. Und das Beste: der Strand war voll. „Zarrentiner kennen kein schlechtes Wetter“, sagt Bürgermeister Klaus Draeger eingepackt in Gummistiefel, Regenjacke und Basecap. Dann wurde es auch schon ernst, zumindest für die Täuflinge. Denn alle Zuschauer hatten wie immer Spaß, als es Beate Paul alias „Athletische Bachforelle“, Mathias Meier alias Glibschige Feuerqualle, Lars Meier alias Drahtiger Fußballaal, Ira Steffen alias Raspelndes Seepferdchen und Philip Eberle alias Räubernder Schaalseeplötz quasi an den Kragen ging.

Stundenlang hatte sich das Team aus Häschern und Nixen vorbereitet - mit Unmengen an Körperschminke, Kostümen und auch dem ein oder anderen Getränk. „Das dauert alles seine Zeit, macht aber total Spaß“, sagt Nixe Cindy Schröter, die Neptun die Textrolle vor die Nase hält und in ihrem Kostümchen gar nicht so schnell zittern kann wie sie friert. Aber für das Neptunfest werden Opfer gebracht, auch gestern ist das Team wieder tapfer am Start. Die Belohnungen holen sich die Zarrentiner gern auch abends auf den Veranstaltungen im Festzelt. „Hier ist immer Superstimmung. Mehr als 1000 Leute waren im Zelt, die gut abgegangen sind“, sagt Party-DJ Alex Stuth, der am Freitag auflegte. Auch die Nixen lassen sich auf der Tanzfläche sehen und zum Teil sind sie gar nicht wiederzuerkennen. „Schrubben hilft“, sagt Denise Lohde am Sonnabendabend und lacht herzlich.

Bis weit in die Nacht hinein zelebrieren die Zarrentiner ihr Neptunfest am Sonnabend, um dann gestern wieder an ihrem Schaalsee zu stehen und bei der Badewannenregatta mitzufiebern. „Unsere Menschen hier haben eben gern Spaß und das ist auch gut so. Bei allen Problemen muss man auch mal loslassen können“, sagt Bürgermeister Klaus Draeger.

Genau so geht es auch einem der Hauptdarsteller - Neptun höchstselbst. „Wenn wir hier feiern, versuche ich abzuschalten“, sagt Uwe Pulss. Er liebe seine Heimat und feiere gern mit den Menschen, frei und beschwingt.

Dass so eine riesige Veranstaltung für das eher kleine Örtchen Zarrentin überhaupt möglich sei, dazu bedarf es vieler Helfer, sagt Klaus Draeger. „Ganz besonders möchte ich mich bei der DLRG, der Feuerwehr, der Polizei, der Security, dem Wittenburger Fanfarenzug, dem Fischer, der Schaalseeklause, den Landfrauen, Music Eggert, dem örtlichen Bauhof und den vielen Schaustellern bedanken“, so Draeger, der sich schon auf die 64. Auflage des Neptunfestes freut.


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