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Alpincenter seit gestern teilweise geöffnet : Skihalle: Reparaturplan nahezu fertig

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Das Alpincenter hat seit Freitag wieder geöffnet, zu einem Teil jedenfalls. Gegen Mittag wurden der Restaurant- und Tagungsbereich wieder in Betrieb genommen, die Skihalle selbst bleibt weiterhin geschlossen.

svz.de von
erstellt am 11.Mär.2011 | 06:08 Uhr

Wittenburg | Das Alpincenter hat seit gestern wieder geöffnet, zu einem Teil jedenfalls. Gegen Mittag wurden der Restaurant- und Tagungsbereich wieder in Betrieb genommen, die Skihalle selbst bleibt weiterhin geschlossen. Möglich wurde die Teileröffnung durch den Abschluss einer sehr umfangreichen Voruntersuchung. Danach beschränken sich die Schäden durch den gefrorenen Boden ausschließlich auf den vorderen Teil der Skihalle. Der Bereich mit den Restaurants, Geschäften, Tagungsräumen und der Küche gehören zu einem eigenen Bau aus Stahlbeton.

Aus Anlass der Eröffnung bekam unsere Redaktion gestern auch einen Einblick in die tatsächlichen Schäden und den Reparaturplan. An dem Vorhaben, bis Mai auch die Skihalle wieder eröffnen zu wollen, ändert sich nichts. Die Voruntersuchungen über die tatsächlichen Schäden in der Skihalle sind abgeschlossen worden. Fest steht, dass es unter dem vorderen Teil der Skihalle einen durchgehend gefrorenen Bereich im Erdboden gibt, der in der Mitte bis in etwa vier Meter Tiefe reicht. Anlass dafür die eine fehlende Isolierung zwischen Hallenboden und Erdreich. Mehr als eine Pflasterung, wie auf dem Parkplatz und die Fundamente für die Pfeiler gibt es nämlich nicht. Damit ist auch den Gerüchten, die Betreiber hätten den Schaden selbst verursacht, jede Grundlage entzogen. Der gefrorene Boden hat auf die Pfeiler gewaltige Hubkräfte ausgewirkt, an einzelnen Stellen hat es Hebungen bis zu 37 Zentimeter gegeben. In Einzelfällen sind auch Schrauben gebrochen. Diese Brüche haben aber auch zum Ausgleich der Hebungen beigetragen. Die Hubkräfte sollen nach Aussagen von Spezialisten dreimal größer als die Kräfte gewesen sein, die von oben nach unten wirkten.

Als eine der ersten Maßnahmen ist die Bodenkühlung im Bereich der vorderen Halle ausgeschaltet worden. Im Ergebnis hat es keine weiteren Hebungen gegeben. Kann jetzt mit einer Reparatur begonnen werden? Nach gestrigem Stand werden dabei die schadhaften Teile in einigen Achsen und in der Dachkonstruktion Stück für Stücke ausgetauscht. Parallel wird der Bereich unter der Halle weiterhin auf seine Stabilität untersucht. Noch steht nicht fest, ob man einen Dämmung einzieht, eine Heizung baut und den Bereich so lässt, wie er ist. Durch normale Überdeckung mit Schnee muss der Boden nämlich nicht mehr gekühlt werden. Zudem wird das Tragsystem der Hallenkonstruktion in Zukunft beweglicher ausgelegt, so dass Bewegungen besser aufgenommen werden können.

Für die Betreiber und Besitzer der Halle, von der van der Valk-Gruppe, sind das nach Monaten der Schließung und auch der Ungewissheit über die Schäden gute Nachrichten. Bedeutet das doch, dass die Reparatur ohne das Abtauen der Schneemassen erfolgen und das die Sicherheit der Besucher auch ohne einen Teilabriss und Neubau künftig gewährleistet werden kann.

Mit der "Schulte Lebensmitteltechnik GmbH" aus Hagenow zeichnet ein einheimisches Unternehmen für die Generalplanung verantwortlich, für die Statik steht das Hamburger Ingenieurbüro "Schumacher + Gerber" in der Verantwortung. Zuvor hatten sich schon sechs andere Büros an dem komplizierten Thema versucht.

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