Boizenburg : Skaterpark nimmt Konturen an

Maria, Florin, Hendrik, Fanny und Tom von der Skaterinitiative. (v.l.n.r.)  Fotos: Sven Moritz
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Maria, Florin, Hendrik, Fanny und Tom von der Skaterinitiative. (v.l.n.r.)

Freifläche auf dem Werftgelände asphaltiert / Kinder und Jugendliche können Anlage vielleicht noch im August testen

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04. August 2015, 20:00 Uhr

Möglicherweise noch im August können Kinder und Jugendliche sich auf der seit langem geplanten Skateranlage in Boizenburg ausprobieren. Zu Wochenbeginn erhielt das dafür vorgesehene Außenareal auf dem Werftgelände ihre Asphaltdecke. Mitarbeiter der Firma Rask Mecklenburg brachten die neue Schicht auf. (SVZ berichtete). Damit wurde faktisch der „erste Spatenstich“ für das Projekt vollzogen.

Bürgermeister Harald Jäschke, die Mitglieder der Skaterinitiative und der Hamburger Claudius Holler, der zusammen mit seinem Bruder der Kommune die Freifläche und einen Teil einer angrenzenden Werfthalle für die Skateranlage zur Verfügung stellte, sind optimistisch, dass es noch in diesem Monat sportlich losgehen kann. Als nächstes soll eine Rampe für die Skateboarder errichtet werden. Weitere Elemente werden folgen.

Fanny Eidmann, Mitglied der Jugendinitiative, die sich seit langem für einen Skaterpark in der Stadt stark macht, ist wie ihre Mitstreiter froh über die jetzt angelaufenen Bauarbeiten. „Das ist schon super“, sagt sie. „Das ist ein Riesenerfolg. Endlich sind wir am Ziel. Unsere Bemühungen haben sich also gelohnt. Vorher ging es nur auf dem Papier vorwärts. Jetzt ist tatsächlich zu sehen, dass sich auf der Fläche etwas bewegt.“

An den Erfolg ihres Werbens hat die Skaterinitiative ihren Worten nach trotz aller langwierigen Verwaltungsakte und Standortdiskussionen immer geglaubt. „Wir wussten, das ist eine gute Sache für Boizenburg und ein attraktives Angebot für junge Leute“, versichert Fanny Eidmann.

Die Idee, die Anlage auf dem Werftgelände zu errichten, stammt von Claudius Holler und seinem Bruder, die beide selbst skaten. Sie hatten über Facebook von der Idee eines Skaterparks erfahren und anschließend Kontakt zur Initiative der Jugendlichen und zur Stadt aufgenommen, wie Claudius Holler berichtet. Und weil sie wollten, dass sich junge Leute in Boizenburg kreativ und sportlich betätigen können, folgte das Angebot, dass die Skater die Freifläche und einen Teil einer ehemaligen Werfthalle nutzen können.

Für den 22. August ist auf dem Außengelände - die Halle wird später für die Zwecke der Skater umgebaut - ein Arbeitseinsatz geplant. Dafür werden noch Helfer gesucht. Gemeinsam mit einem Landschaftsgärtner sollen Büsche und Gehölz beseitigt werden, um Platz für eine Grillecke mit Bänken zu schaffen, wie Fanny Eidmann erzählt. Zudem ist geplant, eine Wand der Werfthalle zu weißen, um dort legale Graffiti aufbringen zu können. Am 7. September soll es einen Graffiti-Workshop mit Könnern der Szene geben. Finanziert werden die Arbeiten am Grün und an der Graffiti-Fläche über ein Bundesprogramm.

Geld wird weiterhin für die Anschaffung weiterer Skateelemente benötigt. Spenden sind laut Fanny Eidmann deshalb weiterhin willkommen.

Die Skateparkinitiative war vor mehr als zwei Jahren entstanden, weil viele Jugendliche mit den Freizeitmöglichkeiten in ihrer Stadt unzufrieden waren. Bei einem Tag der offenen Tür am Elbe-Gymnasium gab es seinerzeit eine Umfrage unter Schülern, die sagen sollten, was für ihre Altersgruppe in Boizenburg fehlt. Eine Anlage für Skateboarder sei am meisten genannt worden, erinnert Fanny Eidmann sich.

Mehrere Jugendliche taten sich zusammen, sammelten Unterschriften, suchten erfolgreich um Unterstützung bei der Stadt und anderen potenziellen Förderern nach.

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