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Wittenburg : Silvesterparty war ein Knaller ...

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die größte Silvesterfeier der Region fand im Alpincenter Wittenburg statt/Das Event für die ganze Familie sorgte für gute Stimmung

svz.de von
erstellt am 01.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Wie durch ein Wunder hatte sich der Nebel, der noch kurze Zeit vorher zwischen Hagenow und der Elbe über die Gegend waberte, pünktlich um Mitternacht verzogen. So konnten die rund 900 Gäste der Silvesterparty im Alpincenter Wittenburg das von den Veranstaltern gebuchte Feuerwerk in voller Pracht genießen. „Wild Wild West“ war das Motto der Feier in diesem Jahr.

„Wir stellen unsere Partys jedes Jahr unter ein anderes Motto“, erklärte Volker Wünsche, Pressesprecher der Van-der-Falk-Gruppe und Mitglied der Geschäftsführung. Dementsprechend passend war in diesem Jahr die Musik der Liveband „Bos Taurus“, das Büffet mit Spareribs und Rindersteaks, die Kostüme der Besucher sowie die kleine Indianershow von Alexandra Krüger aus der „Amazonenschule“. In zwei Sälen konnte getanzt werden.

„Unsere Silvesterparty ist für die ganze Familie geeignet“, sagte Sebastian Huijbregts, ebenfalls Mitglied der Geschäftsführung. „Wir haben auch 150 Kinder hier, deshalb ist unser Tobeland bis 23 Uhr geöffnet.“

Drei Monate würden die Vorbereitungen für ein solches Event dauern, 100 Mitarbeiter seien in dieser Silvesternacht im Einsatz, damit sich die Gäste wohl fühlen.

Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wegen des Anschlags in Berlin hätten sie nicht getroffen, erklärten die beiden Van-der-Falk-Leute. „Wenn man sich davon einschüchtern lassen würde, könnte man morgens nicht mehr aufstehen“, meinte Huijbregts dazu. Wie immer wäre ausreichend Security-Personal auf dem Gelände unterwegs, aber außer ein paar laut krakeelenden Papas, die ein Bier über den Durst getrunken haben, würde nie etwas passieren.

Die beiden Schwestern Nicole Vogel aus Dreilützow und Yvonne Wernicke aus Schwerin genossen mit ihren Männern jedenfalls das Event in vollen Zügen.

„Wir sind gebürtige Wittenburgerinnen und waren im letzten Jahr zum ersten Mal hier“, erzählte Nicole Vogel der SVZ. Und da habe es ihnen so gut gefallen, dass sie auch 2016 den Jahreswechsel hier feiern wollten. „Der Prophet gilt nichts im eigenen Land“, kommentierte Ehemann Stefan Vogel. „Viele wissen gar nicht, wie gut es im Alpincenter ist. Ich bin hier auch ein bis zwei Mal pro Woche in der Sauna und die ist oft fast leer!“

Auf die Frage, ob sie sich für das neue Jahr etwas vorgenommen hätten, antwortete Nicole Vogel: „Wir wollen in diesem Jahr mal etwas Verrücktes tun. Etwas, was wir noch nie getan haben. Wahrscheinlich werden wir einen der deutschen Jakobswege wandern, mehrere Tage lang.“

Er sei zwar katholisch, aber das habe keine religiösen Gründe, meinte Stefan Vogel dazu. „Alles mit Herz und Freundlichkeit zu tun, das ist meine Religion“, ergänzte seine Ehefrau.

„Ich wünsche mir für 2017, dass wir Deutschen mehr schätzen, wie gut es uns vergleichsweise geht“, war Stefan Vogel noch sehr wichtig zu sagen. Er habe in der Sauna im Alpincenter einen Syrer kennen gelernt, der ihm von seiner zerstörten Heimat erzählt habe. Aber trotzdem sofort zurück wolle, sobald der Krieg vorbei ist.

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