zur Navigation springen

20 Fragen an Petra Nehring : Sie wollte mehr als Kaffee kochen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Petra Nehring ist dieses Jahr zur Gemeindewehrführerin gewählt worden./ Schuld daran, meint sie, hat ihr Mann.

von
erstellt am 22.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Petra Nehring hat das erreicht, was sie schon lange wollte. Die 59-jährige wurde im März zur Gemeindewehrführerin der Ortsfeuerwehren der Stadt Lübtheen, wie es offiziell heißt, gewählt. Nachdem sie von 2004 bis 2010 schon einmal Stellvertreterin war, wollte sie den Posten unbedingt, erzählt sie SVZ-Redakteur Robert Lehmann bei einem Kaffee, in der Feuerwehr in Lübtheen. Wo auch sonst? Petra Nehring hat die Feuerwehr sozusagen im Blut. Schon ihr Großvater war Wehrführer der Feuerwehr in Jessenitz. „Die gibt es aber leider nicht mehr, das wäre sonst auch mein Traum gewesen“, meint sie.

Das sie dann stattdessen Chefin der Ortsfeuerwehren von Lübtheen geworden ist, habe sie ihrem Mann zu verdanken. Der habe sie Anfang der 90er überredet, in die Feuerwehr einzutreten. „Wenn ich das mache, habe ich damals gesagt, dann aber richtig“, erzählt sie grinsend. „Ich wollte mehr als nur Kaffee kochen.“

Nur so halb macht Petra Nehring offenbar gar nichts. Neben der Feuerwehr leitet sie beruflich den ASB-Hort in Vellahn. Als ich sie frage, ob es bei ihr immer eine leitende Position sein muss, lacht sie. „Es scheint so, obwohl das auch stressig ist.“

Zeit, um unsere beliebten Fragen zum Wochenende zu beantworten, hat sich die Mutter von zwei Söhnen und Oma eines Enkels dann aber doch genommen.

Was möchten Sie unbedingt noch machen?
Ich würde gerne ein Buch schreiben, habe aber im Moment keine Zeit dafür. Ich habe so viel erlebt, positives und negatives, da würde ich gerne meine Erfahrungen weitergeben.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Bei mir im Garten, da kann ich einfach mal entspannen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Lehrling. Ich habe Maschinenbauzeichnerin gelernt. Eigentlich wollte ich Lehrerin werden, aber das hat zu DDR-Zeiten nicht geklappt.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Mit dem ersten Geld ging es ab zum shoppen. Da habe ich erstmal Klamotten gekauft.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit und wenn ich merke, dass ich ausgenutzt werde.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Vater und mein Großvater, sie waren Vorbilder für mich. Ansonsten kenne ich aber keinen, wo ich sage, ich möchte so sein. Was ist das Schönste am Morgen für Sie?
Wenn ich zusammen mit meinem Mann einen Kaffee trinke und wir den Tag besprechen. Das ist unser Morgenritual.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Das ich meine Krebserkrankung überstanden habe, das ist jetzt 5 Jahre her. Und meine Familie.
Sind Sie ein Kopf- oder eher ein Bauchmensch?
Ich diskutiere so viel, ich glaube ich bin zum größten Teil ein Kopfmensch.
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Dann möchte ich einfach in Ruhe meinen Lebensabend verbringen. Vielleicht noch etwas reisen und noch zur Feuerwehr gehen können.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Käse ist immer da. Den essen wir immer.
Wen würden Sie gern mal auf einen Becher Kaffee treffen?
Mit Frau Merkel, aber nicht der Bundeskanzlerin, sondern unserer Nachbarin. Sie ist liebenswert und wir haben schon lange keinen Kaffee mehr zusammen getrunken.
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Ehrgeizig! Was ich mir vornehme, will ich auch erreichen. Und meistens schaffe ich es auch.
Wo ist für Sie Heimat?
Hier in Lübtheen, ich will hier nicht weg.
Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Gute Hausmannskost, deftige Küche. Ente mit Klößen und Rotkohl, sowas ist mein Ding.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf die Liebe, die mein Mann mir entgegenbringt. Manchmal reicht mir einfach schon sein Lächeln.
Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das? Gesund bleiben, das auf jeden Fall. Zweitens, das mein Enkel in Frieden aufwachsen kann, und dass ich noch viele Jahre mit meinem Mann zusammen sein kann. Und Zeit fürs Buch, das wären dann aber vier Wünsche. Apropos Buch, was lesen Sie gerade für eins? Gar keins. Ich lese eher viele Fachzeitschriften. Wem sollen wir ebenfalls diese Fragen stellen? Karl Nehring, meinem Schwiegervater. Er ist ein Unikum und ein Unikat. Wenn man mit ihm unterwegs ist, kommt alle paar Meter jemand, der ihn kennt. Auf jeden Fall ist er ein Mensch, der viel zu erzählen hat. Ein Lübtheener Original.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen