Jugendparlament Zarrentin : Sie sind das Sprachrohr der Jugend

Sie sind drei aus dem siebenköpfigen Team: (von oben) Isabell Garber, Celina Schlegel, Schriftführerin, und Maxi Semrau als stellvertretende Vorsitzende des Jugendclubs. Terminlich verhindert zum Foto waren Melvin Mantel, 1. Vorsitzender, Marcel Rosemann, 2. stellvertretender Vorsitzender, Catherine Quandt und Jennifer Schmahl.
Sie sind drei aus dem siebenköpfigen Team: (von oben) Isabell Garber, Celina Schlegel, Schriftführerin, und Maxi Semrau als stellvertretende Vorsitzende des Jugendclubs. Terminlich verhindert zum Foto waren Melvin Mantel, 1. Vorsitzender, Marcel Rosemann, 2. stellvertretender Vorsitzender, Catherine Quandt und Jennifer Schmahl.

Zarrentiner Jugendparlament will sich fortan in Stadtpolitik einmischen, Rückzugsort für sich schaffen und die U-18-Wahl ausrichten

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04. September 2017, 20:45 Uhr

„Erwachsenen auch mal Unangenehmes zu sagen, davor haben wir keinen Bammel“, sagt Celina Schlegel selbstbewusst. Die 14-Jährige ist nicht nur Schriftführerin des kürzlich neu gegründeten Jugendparlamentes der Schaalseestadt, sondern will fortan aktiv in dieser Interessensvertretung für die Jugendlichen mitwirken. Auch die Ortsteile Bantin, Neuhof, Neuenkirchen, Boissow, Boize, Stindenburg, Lassahn, Stindenburger Insel, Stindenburg Hütte, Techin, Bockstanz, Bernstorf, Schadeland und Neu-Zarrentin gehören zu ihrem Verantwortungsbereich. Die Neuntklässlerin der Reuterschule bedauert vor allem, dass es keinen Jugendclub mehr in der Stadt gäbe. „Der ist vor etwa zwei Jahren abgerissen worden. Seitdem haben wir keinen Anlaufpunkt mehr. Bei gutem Wetter finden wir uns am See ein, oder fahren oft ziellos durch die Gegend, treffen uns bei Freunden“, berichtet die gebürtige Zarrentinerin im SVZ-Gespräch.

Auf das neue Jugendparlament ist Bürgermeister Klaus Draeger sichtlich stolz, erhofft er sich von dessen Mitwirken doch eine ganze Menge. „Wir begleiten die Jugendlichen, bis sie auf eigenen Füßen stehen. Vom Staat wird leider nur wenig für die Heranwachsenden gemacht. Vieles läuft über Vereine und Verbände. Wir sind jedenfalls mächtig stolz auf unser Jugendparlament und versprechen uns viel von dem Umgang auf Augenhöhe.“

Ähnlich geht es auch Natalie Sara Niehus, die als Ansprechpartnerin für die Mädchen und Jungen eingesetzt ist. „Politik lebt vom Mitmachen, die jungen Leute haben sich auf einer Stadtvertretung bereits vorgestellt“, betont sie und verweist schon mal auf den 15. September. „Von 16 bis 20 Uhr soll in der Klause am Schaalsee die U-18-Wahl stattfinden. Jugendliche bis 18 Jahre aus der Stadt und der Umgebung sollen und können vorbeikommen, um ihre Meinung über Politik kundzutun. Das Jugendparlament führt die Wahl durch.“

„Wir wollen uns regelmäßig treffen“, kündigt Maxi Semrau an, mindestens einmal in Monat. Die 14-Jährige aus Bantin wünscht sich u. a. bessere Busanbindungen in den Hamburger Raum. Und einen Jugendclub. „Wenn wir uns irgendwo treffen, werden wir oft von den Erwachsenen weggejagt.“

Die Achtklässlerin Isabell Garber (13) aus Testorf-Ausbau hofft auch auf eine baldige Begegnungsstätte für sich und ihre Freunde.

Hier kann Stadtoberhaupt Draeger mit einem ersten Lichtblick aufwarten: „Wir sind jetzt dabei, den Kaufvertrag für das alte Bahnhofsgebäude abzuschließen. Noch in diesem Jahr soll mit örtlichen Handwerkern der Schlachtplan besprochen werden. Ein Architekt ist für das Projekt auch schon gewonnen worden. 2018 soll mit dem Umbau begonnen werden. Rund 1700 Quadratmeter Außenfläche können ebenfalls gestaltet werden. Da bekommen die Jugendlichen auf jeden Fall ein Mitspracherecht eingeräumt.“

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