Wittenburg : Sie leben die Idee der Biosphäre

Zum Besuch bei den „Mehl-Welten“, die Akteure und Partner der Biospäre in Wittenburg auf Entdeckungstour.
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Zum Besuch bei den „Mehl-Welten“, die Akteure und Partner der Biospäre in Wittenburg auf Entdeckungstour.

Seit 20 Jahren gibt es die zertifizierten Unterstützer der Schaalseeregion. Aus einer kleinen Schar ist eine beachtliche Macht geworden

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11. Juni 2018, 21:00 Uhr

Sie waren mal zu dritt und sind jetzt 110 Gleichgesinnte. Nicht alle blieben, viele sind neu, aber alle mehr als motiviert. Dank dieser kleinen Betriebe, Familien und Akteure ist aus der Idee eines großen Schutzgebietes eine Lebensweise in der Region geworden. Die Rede ist von den Partnern der Biosphäre Schaalsee, von den Akteuren, die sich tatsächlich mit „Leib und Seele“ ihrer erhaltenswerten Region verschrieben haben.

Allein die Tatsache, dass die Jubiläumsfeier der Akteursgruppe, die sogar ein eigenes Leader-Büro in Rehna unterhält, in Wittenburger Mehl-Welten-Museum stattfand, spricht Bände. Denn die Stadt gehört gar nicht zum Schutzgebiet, das Museum aber schon. Nicht ohne Grund, denn längst lässt sich mit dem Schutzgebiet und dem dazu gehörigen Leben und Handeln ganz gut werben.

Es begann klein mit der Schnuckenschäferei von Detlef Mohr in Klein Salitz und dem Café Kreuzstich in Thandorf. Heute gehören Ferienhäuser in der ganzen Region genauso dazu wie Heilpraxen, ein Fitnessstudio. Kräuter-Anbieter, Reiterhöfe oder auch die engagierten Leute der Genossenschaft „Wir bauen Zukunft“. Die Biosphäre, ob ihrer strengen Regeln vor allem nach der Wende immer wieder heftig umstritten, ist vorzeigbar geworden. Und das nicht nur bei den Touristen, sondern auch in der Region.

All das wurde zum großen Geburtstagsfest gewürdigt und nicht nur Biosphären-Chef Klaus Jarmatz erinnerte an die bescheidenen und mühsamen Anfänge dieser Bewegung. Die kam aus einer Ideenbörse in Roggendorf und nahm dann Fahrt auf. Vor allem der Biosphärenmarkt, der schnell sein Zuhause am Zarrentiner Pahlhuus fand, war das Schaufenster der Akteure. Doch über die Jahre wuchs das Angebot über den selbst gemachten Ziegenkäse oder die Salami hinaus. Jetzt geht es mehr um das Ganze, das Wohlfühlen in einer besonders schönen Region. Von diesen Angeboten sollen künftig noch mehr Menschen erfahren. So wird es jetzt eine Medienkampagne geben, in der die Vorzüge und Geheimnisse des Schaalseebereiches in professionell erstellten Videos dargestellt werden. Für das Projekt gab es auf der Geburtstagsfeier auch die Förderung von fast 49 000 Euro aus dem Budget der Lokalen Aktionsgruppe.

Es geht um filmische Porträts der Reservate an Schaalsee und Elbe, von den die Beteiligten profitieren wollen, auch außerhalb der Saison. Die Umsetzung soll, wenn möglich, auch über einen der Akteure erfolgen. Da gibt es ja bereits vielversprechende Kandidaten im Boizenburger Bereich, die zum Zuge kommen könnten.

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