Radelübbe : Sicherer Start auf zwei Rädern

Bevor Jens Klüßendorf aus Radelübbe in die neue Bikersaison startet, checkt er zuerst seine Maschine. Man verlerne das Motorradfahren zwar nicht, aber die Reflexe verlangsamten sich. Da sollte man besser nicht gleich an die Grenzen gehe, rät der 47-Jährige.  Fotos: Thorsten Meier
Bevor Jens Klüßendorf aus Radelübbe in die neue Bikersaison startet, checkt er zuerst seine Maschine. Man verlerne das Motorradfahren zwar nicht, aber die Reflexe verlangsamten sich. Da sollte man besser nicht gleich an die Grenzen gehe, rät der 47-Jährige. Fotos: Thorsten Meier

Motorradsaison hat in Hagenower Region begonnen/Biker sollten Kraft und Kondition trainieren, sich mit ihrem Gefährt vertraut machen

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17. März 2015, 15:22 Uhr

Am Ende einer Winterpause juckt viele Biker schon die rechte Hand: Endlich wieder am Gasgriff drehen und die Freiheit auf zwei Rädern genießen. Doch Vorsicht! Etlichen Motorradfahrern fehlt zu Beginn der neuen Saison die Routine. Entsprechend sinnig sollten und müssen die ersten Kilometer angegangen werden.

Das weiß auch Jens Klüßendorf. Der 47-Jährige räubert seit seinem 12. Lebensjahr Kurven. Seine derzeitige Maschine hat es in sich. Es ist eine Suzuki-Hayabusa, mit 190 Pferdestärken und einer Spitzengeschwindigkeit von um die 300 Stundenkilometer die zurzeit schnellste Serienmaschine der Welt.

„Als erstes kontrolliere ich das gesamte Bike, checke Ölfilter, Ölstand, Bremsflüssigkeit, Kette und Luftdruck. Dann erst schwinge ich mich auf die Maschine. Und lasse es ganz langsam angehen. Denn die Straße ist oftmals noch kalt und die Reifen sind es auch. Da fehlt noch der richtige Grip. Man verlernt das Motorradfahren zwar nicht, aber die Reflexe verlangsamen sich. Da muss man sich erst wieder selbst trainieren und sollte besser nicht gleich an die Grenzen gehen“, sagt Klüßendorf, der nie ohne Schutzkleidung auf Tour geht.

„Bei der ersten Ausfahrt rufe ich nie mehr als etwa 60 Prozent der Leistungsfähigkeit des Motors ab“, betont der gebürtige Schweriner, der in Radelübbe lebt und sich seine Brötchen als Polizist in Hamburg verdient.

In den Augen der Deutschen Verkehrswacht e. V. macht der Radelübber damit seinen persönlichen Start in die Saison ein Stückchen sicherer. Sie rät aber noch mehr:

Vor der ersten Ausfahrt sollten Biker ihre Kraft und Kondition trainieren und sich mit ihrem Gefährt vertraut machen. Lauf- oder Radtrainings, Zirkeltraining und Cardio-Übungen im Fitnessstudio eigneten sich, um die Kondition und das Herz-Kreislaufsystem zu stärken und an die körperlichen Anforderungen zu gewöhnen, die das Motorradfahren verlange. Liegestützen und Sit-ups seien effiziente Übungen, um die für das Motorradfahren wichtige Körperspannung zu trainieren. Eine gelenkschonende Alternative zum Laufen sei Schwimmen; es stärke zusätzlich die Muskulatur in Nacken und Schultern, um Verspannungen bei langen Ausfahrten vorzubeugen. Gerade zum Saison-Start empfehle es sich, auch an einem Motorrad-Sicherheitstraining teilzunehmen, um wieder mit der Maschine vertraut zu werden und die theoretischen und praktischen Kenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen, lauten weitere Ratschläge.

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