Gammeliner Fasching : Sich selbst auf die Schippe nehmen

Lauthals wurde gesungen, Abschlussbild des Gammeliner Faschings. Tilo Röpcke
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Lauthals wurde gesungen, Abschlussbild des Gammeliner Faschings. Tilo Röpcke

Da sollte man denken, dass die Mitglieder des Gammeliner Dorfclubs am vergangenen Sonnabend bei ihrem mittlerweile 16. Fasching gelassen und ohne jegliche Aufregung in ihre Aufführung gingen. Doch dem war nicht so.

svz.de von
27. Januar 2013, 05:06 Uhr

Gammelin | Da sollte man denken, dass die Mitglieder des Gammeliner Dorfclubs am vergangenen Sonnabend bei ihrem mittlerweile 16. Fasching seit ihrem Premierenjahr 1998 gelassen und ohne jegliche Aufregung in ihre Aufführung gingen. Doch dem war bei weitem nicht so, die Anspannung war bei den neun Männern und Frauen unübersehbar. Unter dem Motto "Jeder weiß es doch genau, wie es zugeht auf dem Bau" luden die Dorfkomödianten in ihre Gaststätte "Zum Hahn" ein und etwa 130 Feierlustige folgten dieser Einladung, wobei einige Gäste sich scheinbar nicht einmal für diesen Zweck umziehen mussten, schließlich war man mit seinen Arbeitsklamotten entsprechend des Mottos bestens bedient. Und dabei ist es den rührigen Mitgliedern des Dorfclubs wieder einmal gelungen, ein aktuelles Thema in ihren Fasching aufzunehmen. Erst seit kurzer Zeit ist die bei Gammelin vorbeiführende Nordeuropäische Erdgasleitung in Betrieb, und schon will Bürgermeisterin Anna Kebschulla, alias Annett Schulz, mit ihren Komplizen diese anzapfen, um das Gas wieder an die Russen in Person von Iwan Gaspromowitsch (Klaus Stamer) zu verkaufen. Ein geschickter Schachzug, der zu einem unerwartet großen Reichtum der Gammeliner führt und das geplante Projekt "Traumschloss" in greifbare Nähe rücken lässt. Ein amüsantes und turbulentes Programm, bei dem auch die Sportfrauen der Gemeinde mit dem zum Motto passenden Lied "Wer will fleißige Handwerker sehen" einen Platz fanden. "Moskau Moskau, wirf die Gläser an die Wand" und "Gammelin feiert Fasching heut" hieß es am Ende des nicht nur für die Aktiven schweißtreibenden Programms. Auch wenn sich Enriko Künstler und seine Mitstreiter vom Gammeliner Dorfclub noch ein paar mehr Gäste gewünscht hätten, zahlte sich der große Aufwand im Vorfeld des Fasching aus. Schließlich probten die zurzeit neun Mitglieder seit Oktober des vergangenen Jahres mindestens einmal wöchentlich.

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