Hagenow : Seit 70 Jahren in der Stadt

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Kita St. Elisabeth feiert großes Jubiläum. Viele Besucher kamen zum Gottesdienst und Tag der Offenen Tür

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22. November 2015, 17:24 Uhr

Bis zum November des Jahres 1945 reicht die erste urkundliche Erwähnung der katholischen Kindertagesstätte Sankt Elisabeth in Hagenow nun schon zurück. Dieses 70-jährige Jubiläum galt es am Sonnabend mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Tag der offenen Tür zu feiern. „Aus alten Unterlagen geht hervor, dass auf dem Gelände unserer katholischen Kirchgemeinde nach Kriegsende Flüchtlingskinder von Schwestern in einer Einrichtung namens ,Frohe Herrgottsstunde’ betreut wurden“, berichtet Gabriela Bochardt, seit dem Jahr 2008 die Leiterin der katholischen Kindertagesstätte.

Seit nunmehr 21 Jahren befindet sich diese Einrichtung in der Bahnhofstraße 40, in der zu DDR-Zeiten ebenfalls eine Kinderkrippe untergebracht war. Zurzeit werden in der katholischen Kindertagesstätte 66 Kinder im Alter von null bis sechs Lebensjahren von sieben Erzieherinnen liebevoll betreut.

Das große Jubiläum begann am Sonnabendmorgen mit einem Festgottesdienst in der katholischen Kirche Sankt Elisabeth Hagenow, der gemeinsam mit den Kindern und unter Begleitung von Diakon Thorsten Weber aus Ludwigslust gestaltet wurde. Als besondere Überraschung sang ihnen und dem Geburtstag zu Ehren der Chor „Uns Hüsung“ Hagenow, als kleines Dankeschön für die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. Beim anschließenden Tag der offenen Tür hatten die zahlreichen Besucher die Gelegenheit, mit den Erziehrinnen ins Gespräch zu kommen und die modernen und zeitgemäßen Räumlichkeiten aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen.

„Wenn ich auf die vergangenen sieben Jahre zurückblicke, in denen ich dieser Kindertagesstätte vorstehe, dann erinnere ich mich mit besonders großer Freude an den Krippenanbau im Jahr 2010. Seitdem ist unsere Einrichtung nicht nur deutlich aufgewertet, sondern wir können nun auch Säuglinge aufnehmen“, freute sich Gabriela Bochardt im Gespräch mit der SVZ. Letztere war am Sonnabend auch voll des Lobes für ihren zwölfköpfigen Elternrat, der maßgeblich an den Vorbereitungen zum großen Jubiläum beteiligt war. Aber auch ihre sechs Erzieherinnen ließen im Vorfeld nichts unversucht, den Tag der offenen Tür interessant und abwechslungsreich zu gestalten. So trug Roswitha Beyer unzählige Zeitungsartikel, historisches Kinderspielzeug sowie alte Musikinstrumente zusammen, um den Gästen die Entwicklung ihrer Kindertagesstätte aufzeigen zu können.

Roswitha Beyer bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als Inventar der Einrichtung, arbeitet sie doch schon mehr als 32 Jahre dort als Erzieherin. Mehr als eine Woche war die redselige Erzieherin damit beschäftigt, aus dem Keller der Kindertagesstätte die historischen Zeitdokumente zusammen zu suchen und auszustellen. „Wenn ich an die 32 Jahre meiner Dienstzeit zurückdenke, dann erinnere ich mich besonders gerne an den großen Umzug im Jahr 1994 in das heutige Gebäude, bei dem wir mit Sack und Pack von der einen zu anderen Seite der Bahnhofsstraße wechselten“, schwelgt Roswitha Beyer in alten Zeiten, während sie den Besuchern ihr kleines Museum präsentiert.



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