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Unfall auf der A24 : Sehr viel Glück am Kilometer 67

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gefahrgutlaster mit 18 Tonnen flüssigem Sauerstoff schleudert auf der A 24 zwei Polizeiwagen ineinander / 80000 Euro Schaden

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 20:30 Uhr

A24, Fahrtrichtung Berlin, Kilometer 67, kurz hinter der Brücke Ziggelmark: Es beginnt noch vergleichweise harmlos mit einem kleineren Unfall und wird dann gegen 9 Uhr richtig gefährlich. Ein mit 18 Tonnen flüssigem Sauerstoff beladener Gefahrgutlaster prallt auf ein Sicherungsfahrzeug der Autobahnpolizei. Und das trotz eingeschalteten Blaulichtes und Blitzwarnlichts. Der Kleinbus der Polizei wird durch den Anprall 25 Meter nach vorn geschleudert und in den zweiten Polizeiwagen (Mercedes-E-Klasse) geschoben. Durch die Wucht des Aufpralls verkeilen sich beide Polizeifahrzeuge ineinander. Riesenglück: Zum Unfallzeitpunkt sitzt zufällig kein Polizist in einem der Autos, es wird niemand verletzt.

Während das Sicherungsfahrzeug dabei völlig zerstört wurde, entstand beim anderen Streifenwagen erheblicher Sachschaden. Erste Schätzungen des gesamten Sachschadens lagen gestern bei 80 000 Euro. Auch der Speziallaster wurde im Frontbereich stark beschädigt. Undichtigkeiten am Tank wurden jedoch nicht festgestellt. Die beiden Funkstreifenwagen der Autobahnpolizei war zuvor routinemäßig zur Unfallaufnahme eines kleineren Unfalls angerückt. Zwei Beamte nahmen den Unfall auf, zwei weitere sicherten mit einem weiteren Wagen die Unfallstelle ab.

Nach Unfall auf der BAB wurde der 54-jährige LKW- Fahrer vor Ort wegen eines Schocks behandelt. Nach dem Unfall kam es ziemlich schnell zu einem erheblichen Stau. Der reichte zeitweilig bis zu zehn Kilometer zurück, bis zur Anschlussstelle Zarrentin. Nach gut 90 Minuten konnte zunächst eine Spur zumindest zeitweise freigegeben werden. Zuvor hatte eine Kehrmaschine die Splitter der beschädigten Fahrzeuge beseitigt. Für die Bergung des Lasters musste die Autobahn dann noch einmal kurzfristig gesperrt werden. Erst gegen Mittag war die Richtungsfahrbahn Berlin dann wieder komplett freigegeben. Warum der Lkw bei tiefstehender Sonne auffuhr, blieb gestern unklar. Sicher ist, dass die Polizisten vor Ort Riesenglück hatten . „Die können jetzt ihren Geburtstag noch einmal feiern“, bemerkte dazu ein Beamter vor Ort.

 

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