Hagenow : Schwimmkurse sehr gefragt

Schwimmmeister Horst Heinz übt mit Jona Burmeister das Schwimmen.  Fotos: Christian Kleiber
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Schwimmmeister Horst Heinz übt mit Jona Burmeister das Schwimmen. Fotos: Christian Kleiber

Etwa 100 Kinder haben bereits in diesem Jahr in Hagenow das Schwimmen erlernt / Wasserwacht täglich im Bekower Bad vor Ort

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14. August 2015, 07:50 Uhr

Nach 35 Jahren ist für ihn noch kein Ende in Sicht. Der schon in Rente gegangene Schwimmmeister Horst Heinz bringt den Kindern in Hagenow immer noch das Schwimmen bei.

Nach seinen Angaben waren es in diesem Jahr schon etwa 100 Mädchen und Jungen. Viele Eltern haben Angst um ihre Kinder und möchten, dass sie frühzeitig Schwimmen lernen. So auch der Familienvater Patrick Pluskat aus Hagenow. „Leider hört man immer wieder, dass Kinder ertrinken, wie vor kurzem das vierjährige Mädchen in Schwerin“. Auch aus diesem Grunde soll sein Sohn Kilian, noch bevor er in diesem Jahr zur Schule kommt, Schwimmen lernen, wie er sagte. Der Vater habe sich aber nicht ohne Grund für das Bekower Bad in Hagenow entschieden. Denn auch er habe vor vielen Jahren hier Schwimmen gelernt und seine Stufen abnehmen lassen, fügte Pluskat hinzu.

Schwimmstufen, wie zum Beispiel das Seepferdchen, zu bekommen sei für die Kinder gar nicht so einfach, erklärte der Schwimmmeister Horst Heinz. Um das Schwimmabzeichen zu erlangen, müssen die Kinder unter anderem 25 Meter Brustschwimmen absolvieren, einen Gegenstand aus Brusttiefe hoch holen und von etwa einem Meter Höhe ins Wasser springen. Vielen Kindern fehle dazu aber oftmals Kondition oder Kraft, informierte Heinz. Einige Eltern seien aber auch zu voreilig. Mit sechs Jahren sei das richtige Alter gekommen. „Aber selbst da kann keine Garantie gegeben werden, dass die Kinder nach einem zweiwöchigen Schwimmkurs ihr Seepferdchen erhalten. Angefangen wird mit Beinübungen im Trockenen, danach geht es mit Schwimmhilfen, wie zum Beispiel einem Gürtel oder Schwimmnudel, im Wasser weiter. Die Kinder sollen auch spielerisch erlernen, den Kopf unter Wasser zubekommen. Erst wenn das alles sitzt, können die Armbewegungen geübt werden. In der zweiten Woche des Kurses würde dann die Koordination der Arme und Beine geübt werden, erklärte Heinz. „Wichtig ist auch, dass die Eltern zu Hause mit den Kindern die Trockenübungen machen. 90 Prozent aller Kinder schaffen sonst ihr Seepferdchen im Schwimmbad nicht, meint der Experte.

Das Bad in der Bekow füllt sich mehr und mehr. Auch die Sonnenstrahlen kommen nun deutlich durch. Die nächsten Kursteilnehmer stehen schon in den Startlöchern. Wie zum Beispiel der sechsjährige Finn Steinmetz. „Ich möchte schwimmen lernen, weil ich dann meinem Papa hinterher schwimmen kann“, erzählte er der SVZ freudig.

Auch der siebenjährige Jona Burmeister steht schon im flachen Wasser und wartet darauf, dass es endlich los geht. Der Hagenower, der in diesem Jahr zu Schule kommt, möchte schwimmen lernen, damit er auch ins tiefe Wasser kann, wie er sagte. Nach Angaben seines Vaters Steffen Burmeister stand auch für den berufstätigen Vater das Hagenower Bad an erster Stelle. „Wir haben nur ein Auto und das braucht meine Frau im Moment. Zudem war ich als Kind auch immer in der Bekow baden“.

Das Bad in der Bekow lockt schon seit etlichen Jahren die Badelustigen ins kühle Nass. Nach Angaben des verantwortlichen Rettungsschwimmer Karl Friedrich Schatz steht für die Stadt die Sicherheit der Badegäste an erster Stelle. So sei das Bad, das täglich von 11 Uhr bis 19 Uhr geöffnet hat, durch Rettungsschwimmer der Wasserwacht besetzt. Der Eintritt ist zudem frei, betonte Schatz.

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