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Wildschweine im Anmarsch : Schwarzkittel hält Dorf auf Trab

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In Warlitz musste am Montag Mittag ein Wildschwein geschossen werden, um Gefahr für Bevölkerung abzuwenden/Tier bedrohte Jäger

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 16:30 Uhr

Wilde Aufregung herrschte im wahrsten Sinne des Wortes am Montag Mittag in dem Dörfchen Warlitz. Ein ausgewachsenes Wildschwein hatte den Ort heimgesucht. Wahrscheinlich hatte es gehofft, Fressbares im Abfall zu finden.

Eine besorgte wie verängstigte Anwohnerin hatte daraufhin die Polizei verständigt, dass sich auf dem Gehöft ihrer Nachbarin ein Schwarzkittel aufhalte. Ein Jäger aus dem Ort soll daraufhin versucht haben, den Waldbewohner in sein angestammtes Revier zurück zu scheuchen. Was wohl auch anfänglich gelang. Doch das Wildschwein muss es sich dann wohl doch wieder anders überlegt haben, kehrte zurück und griff schließlich den Grünrock an. Der erschoss daraufhin notgedrungen das wütende Tier.

Nur ausnahmsweise dürfen Jäger innerhalb von befriedeten Bezirken, so der Fachjargon, der eigentlich Wohngebiete meint, zur Waffe greifen. Das jedenfalls erklärt gestern Axel Paul, Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim auf SVZ-Nachfrage.

„Der Waidmann hat das Wildschwein zur Gefahrenabwehr erlegt. Er muss es sogar tun, wenn eine Hintergrundgefährdung ausgeschlossen werden kann. Wir hätten ohnehin als zuständige Behörde eine Abschussgenehmigung erteilt“, betont Paul weiter. Und spricht von einem momentanen Phänomen. „Wir haben hierzulande zwar noch keine invasionsähnlichen Zustände wie in Rostock, auf Usedom oder Berlin, aber die Tiere suchen immer häufiger die Nähe des Menschen.“

In Lübtheen habe in der letzten Woche ebenfalls ein Wildschwein abgeschossen werden müssen. „Es hatte sich im Bereich einer Bushaltestelle herumgetrieben. Dort, wo Schulkinder ein und aussteigen. In Gößlow ist ähnliches passiert. Auch hier war plötzlich ein wildes Schwein aufgetaucht. Es konnte auf einen Acker verscheucht werden, und wurde dort fachmännisch erlegt.“

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Mittwoch.

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