Neuhaus : Schulhochzeit schon im Sommer

Noch eigenständig: die Oberschule in Neuhaus
Noch eigenständig: die Oberschule in Neuhaus

Zusammenlegung der Grund- und Oberschule nimmt weitere Hürden. Ziel: Ab August 2018 sollen beide Schulen zusammengehören

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01. Februar 2018, 08:00 Uhr

Das Schwierigste, um es einmal überspitzt darzustellen, wird wohl sein, einen Namen für die „neue“ Schule zu finden. Denn bisher läuft bei dem Vorhaben, die Ober- und die Grundschule Neuhaus mit Außenstelle in Tripkau zusammenzulegen, alles nach Plan. Zumindest gibt es bei den Verantwortlichen nur positive Signale, und es wurden auch schon mehrere Hürden genommen. Eine davon war am Dienstagabend die Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Soziales, Kultur und Integration der Gemeinde Amt Neuhaus. Nach einem kurzen Gespräch, zu einer Diskussion kam es nicht, stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig für den Beschluss mit der offiziellen Bezeichnung 158/18. Dieser sieht vor, dass die Verwaltung beauftragt wird zusammen mit dem Landkreis Lüneburg, eine Zusammenlegung der beiden Schulen bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) zu beantragen.

Bindend ist dieser Beschluss zwar noch nicht, erst muss noch der Verwaltungsausschuss und der Rat der Gemeinde zustimmen, aber es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass er gekippt wird. Daneben gibt es auch vom Landkreis Lüneburg bisher keine Signale die Gegenwind erahnen lassen. Und selbst die Landesschulbehörde hat sich für die Zusammenlegung ausgesprochen. „Die Grundschule Neuhaus hat ausgesprochen schwierige Zeiten auch bedingt durch hohe Abwesenheit der Schulleiterin durchgemacht“, so Sabine Bleich von der NLSchB in einer Stellungnahme. Der kommissarischen Schulleiterin der Grundschule, Bärbel Scheday, sei es in den vergangenen Monaten gelungen, eine Lern- und Lehrumgebung zu schaffen, in der Schüler motiviert lernen und Lehrkräfte sich wieder und in hohem Maße für ihre Schule engagieren. Sie habe beide Schulen vernetzt, so dass gemeinsame Projekte und Feste durchgeführt werden konnten. „Auch die beiden Kollegien konnten sich kennenlernen und austauschen. Daraus ist der nachvollziehbare Wunsch entstanden, die Schulen zu einer zusammenzulegen.“ Die schulfachliche Dezernentin der Behörde schließe sich der Argumentation für das Vorhaben aus schulfachlicher Sicht vollumfänglich an.

Der Weg zu einer verbundenen Grund- und Oberschule (GOBS) in Neuhaus scheint also frei. Als Stichtag für die Zusammenlegung wurde der 1. August 2018 anvisiert. „Wir sind mit der Geschwindigkeit zufrieden“, sagte dazu Bärbel Scheday. „Wir sitzen auch schon jetzt regelmäßig mit den Kollegen zusammen. Die Stimmung ist dabei positiv.“ Die Planungen an den Schulen würden schon unter dem Motto geführt: „Wie sieht es aus, wenn wir zusammen sind.“

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