Wittenburg : Schule startet ins digitale Zeitalter

An den vergangenen beiden Tagen installierten Mitarbeiter von KSM Mecklenburg in den Klassenräumen des Gymnasialen Schulzentrums in Wittenburg u.a. Rechner, Notebooks und interaktive Beamer. Fotos: Hirschmann
An den vergangenen beiden Tagen installierten Mitarbeiter von KSM Mecklenburg in den Klassenräumen des Gymnasialen Schulzentrums in Wittenburg u.a. Rechner, Notebooks und interaktive Beamer. Fotos: Hirschmann

Für Schüler des Gymnasialen Schulzentrums in Wittenburg wird es nach den Ferien ernst. Schrittweise kommen neue Medien zum Einsatz

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13. Februar 2018, 21:00 Uhr

Wenn die Wittenburger Gymnasiasten und Realschüler am Montag nach den Winterferien zurück ins Gymnasiale Schulzentrum kommen, werden sie ihre Klassenräume nicht wiedererkennen. Der Medienentwicklungsplan des Landkreises greift, die Schule bekommt jetzt die komplette technische Ausstattung für die Nutzung der digitalen Medien.

Gestern und vorgestern begannen 25 Mitarbeiter vom KSM Kommunalservice Mecklenburg (kommunaler IT-Dienstleister auch für den Landkreis Ludwigslust-Parchim) in beiden Gebäuden des Schulzentrums u.a. mehr als 150 PC, 33 Notebooks, 41 interaktive Beamer, zehn Whiteboards und Leinwände zu installieren. Das war ein großer personeller Aufwand, wie Gerhard Linau, stellvertretender Vorstand von KSM, im SVZ-Gespräch sagte.

„Wir setzen den Medienentwicklungsplan des Landkreises um. Das Schulzentrum hier in Wittenburg ist die erste Pilotschule, die ausgestattet wird“, betont er. Im Dezember vergangenen Jahres stellten Spezialfirmen an der Schule den neue Glasfaseranschluss als Voraussetzung für die Digitalisierung fertig, der ein Datenaustausch von bis zu einem GBit pro Sekunde ermöglicht.

Christin Dittmann vom Landkreis Ludwigslust ist die Projektleiterin für die Digitalisierung der Schulen im Landkreis. „Im Rahmen der Umsetzung des Projektes ,Medienzukunft an Schulen’ wurden zwei Bildungseinrichtungen als Pilotschulen ausgewählt, das Eldenburg Gymnasium in Lübz und das Gymnasiale Schulzentrum in Wittenburg. Die Gebäudeertüchtigung mit dem Verlegen der Kabel, für Strom und IT, ist in Wittenburg im Vorfeld erfolgt. Und jetzt kommt die technische Ausstattung“, sagt sie. Den Schülern soll so das digitale Lernen ermöglicht werden.

Denn der digitale Wandel wird das Lernen und Lehren an den Bildungseinrichtungen in Zukunft noch viel rasanter beeinflussen. Darin sind sich nicht nur die Experten einig. Nach der technischen Umsetzung soll dann schrittweise die Nutzung für den Unterricht in Wittenburg umgesetzt werden.

„Die Digitalisierung der Schulen ist nach meiner Meinung unheimlich wichtig. Und wir setzen noch genau zur richtigen Zeit an. Wir machten im Bildungsausschuss des Landkreises Druck, weil wir einen Plan haben wollten für die Umsetzung. Ich glaube, es wird wichtig sein, in ein zwei Jahren zu schauen, wo wir angekommen sind, welchen Stand wir erreicht haben“, sagte Stefan Sternberg, Vorsitzender des Bildungsausschusses des Landkreises.

Als nächste kreisliche Schule soll das Eldenburg Gymnasium in Lübz digitalisiert werden.

Bis zum Jahr 2021 sollen laut Medienentwicklungsplan des Landkreises Ludwigslust-Parchim in allen kreislichen Schulen jede Schülerin und jeder Schüler jederzeit, wenn es aus pädagogischer Sicht im Unterrichtsverlauf sinnvoll ist, eine digitale Lernumgebung und einen Zugang zum Internet nutzen können.

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