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Hagenower Kreisblatt

17. Oktober 2017 | 13:46 Uhr

Hagenow : Schuldner: Zahl der P-Konten steigt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Immer mehr Betroffene nehmen die Möglichkeit des Pfändungsschutzes in Anspruch / Banken stellen Konten bei Bedarf um

svz.de von
erstellt am 28.Okt.2015 | 16:12 Uhr

Die Zahl der Pfändungsschutz-Konten steigt. Immer mehr Schuldner nehmen ein so genannten P-Konto in Anspruch, um bei einer möglichen Pfändung des eigenen Kontos den Pfändungsschutz in Anspruch nehmen zu können.

Die steigende Tendenz bestätigen auch die Sparkasse Mecklenburg Schwerin und die Raiffeisenbank in Hagenow. Die Schuldnerberatungsstelle des Arbeitslosenverbandes in Hagenow gehört zu den anerkannten Stellen, die die Bescheinigung für die P-Konten ausstellen. Außerdem können Schuldnerberatungsstellen anderer Träger, aber auch Rechtsanwälte, Notare, Arbeitgeber, die Familienkasse und Sozialleistungsträger diese Bescheinigung ausstellen.

„Die Pfändungsschutz-Konten gibt es seit Juli 2010. Pfändet ein Gläubiger das Konto seines Schuldners, gibt es nur die Möglichkeit, sich mit dem Gläubiger zu einigen oder sich ein P-Konto anzulegen, wenn man über die unpfändbaren Einkommensteile verfügen will. Wir haben in diesem Jahr bisher mehr als 127 Bescheinigungen ausgestellt, in der vergangenen Woche an einem Tag gleich drei. Jede Bank ist verpflichtet, ein bestehendes Konto innerhalb von drei Werktagen in ein P-Konto umzuwandeln“, erläutert die Leiterin der Schuldnerberatungsstelle des Arbeitslosenverbandes in Hagenow, Liane Hirschmann im SVZ-Gespräch.

Der Grundfreibetrag, der von der Pfändung ausgenommen ist, liegt bei 1073,88 Euro. Dieser Einkommensanteil ist unpfändbar. Hinzu kommen können weitere Freibeträge für Personen, denen der Schuldner unterhaltsverpflichtet ist, für Kinder beispielsweise.

„Wenn uns über den Kindergeldbescheid beispielsweise nachgewiesen wird, dass Kindergeld auf das Konto eingeht, dann ist auch dieser Betrag vor der Pfändung geschützt“, erläutert die Schuldnerberaterin weiter.

Wie von der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin dazu zu erfahren war, bietet das Pfändungsschutzkonto allen Bürgern im Geschäftsgebiet die Möglichkeit, trotz einer drohenden oder bestehenden Pfändung ein Privatgirokonto zu führen. Seit der Einführung der P-Konten nehme die Zahl der Sparkassen-Kunden, die vom Pfändungsschutzrecht in Form eines solchen Kontos Gebrauch machen, zu. Wie es von der Pressestelle der Sparkasse in Schwerin weiter dazu heißt, erfolge hier eine jährlich steigende Zahl an Neu- bzw. Umwandlungsanträgen durch die Inanspruchnahme von P-Konten.

 

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-Paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Mittwoch.

 

 

 

 

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