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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 09:23 Uhr

Schulprojekt : Schüler suchen Energiefresser

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Energie-Monitoring und Nutzerverhalten soll Wasser-, Strom- und Heizverbrauch senken.

svz.de von
erstellt am 01.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Hagenower Schüler wollen Energie sparen: Als eine von 16 Schulen im Landkreis Ludwigslust-Parchim mischt das Robert-Stock-Gymnasium beim geförderten dreijährigen Energie-Projekt des Kreises mit. Auf der Agenda stehen die Themen Heizung, Wasser, Strom, Müll oder Papierverbrauch.

Schon vor dem Unterricht gehen Lea, Tina, Alexandra und Maya durch die Klassenräume. Mit einem Laser-Thermometer messen sie die Temperatur. 24 Grad. Beim Kontrollgang am Vormittag mit Hannes Völsch ist es nochmal ein Grad mehr. „Das ist zu warm“, sagt der Maschinenbauingenieur mit Fachgebiet Energie, der die Projekte vom Landkreis betreut. „Optimal sind 20 Grad.“ Kein Einzelfall, wie Hannes Völsch an den Schulen beobachtet. Dabei könnte schon ein Grad weniger sechs Prozent an Heizkosten sparen.

Beim Rundgang der Schüler mit Hausmeister Alexander Gonscharov stellt sich heraus, dass die Heizungsanlage bereits auf 20 Grad eingestellt ist. Da könne man nun nachjustieren, schlägt Völsch vor. Genauso beim täglichen Stoßlüften vor dem Unterricht, statt Fenster auf Dauerkipp zu stellen.

Der Landkreis möchte mit diesem freiwilligen Projekt, das gerade an vielen Schulen anläuft, für einen gesunden Verbrauch sensibilisieren und Anregungen geben. Ob Strom, Wasser oder Heizung – über eine Software kann der Hausmeister in Diagrammen sehen, wie viel, wann verbraucht wird. Beim Wasser beispielsweise fließen seit Ende letzter Woche nachts und am Wochenende zehn Liter pro Stunde durch die Leitung. „Vielleicht sind die Dichtungen verschlissen“, schätzt Hannes Völsch. Dem gehen sie nun gemeinsam auf den Grund.

Für Schulleiterin Annett Noack geht es aber nicht nur ums Geldsparen, sondern auch um die Umwelt. „Man kann schon mit einfachen Mitteln viel beitragen“, sagt sie. Bewusst agieren – nicht nur zuhause, auch in der Schule – dieses Thema sei angesichts des derzeitigen Weltklimagipfels ganz aktuell. Und das Gymnasium macht ohnehin schon sehr viel, lobt Hannes Völsch. Schon beim Umbau der Schule zwischen 2006 und 2008 sei vieles bedacht worden, sagt Annett Noack. „Das war mir wichtig.“

Erste Erfolge des Projektes: Alle Schulen sparen schon jetzt zehn Prozent beim Wasserverbrauch. Und das Stock-Gymnasium fängt gerade erst an, den Energiefressern auf die Spur zu kommen. Die Ergebnisse der Temperatur-Messungen werten die Schüler zum nächsten Treffen in 14 Tagen aus. Dann empfiehlt Hannes Völsch, Fragebögen vorzubereiten, wie das Empfinden in den Räumen ist und wie viel Grad es weniger sein könnten. Die Schüler könnten errechnen, was das unterm Strich an Ersparnis für die Schule wäre.

Ein tolles Projekt, wie die Mädchen in der Gruppe von Lea Sommer finden. „Man merkt ja auch am Klima, dass etwas passieren muss.“

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