Boizenburg : Schüler haben die Auswahl

Schulleiter Jörg Dahlmann vor der Berufsinfo-Tafel.
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Schulleiter Jörg Dahlmann vor der Berufsinfo-Tafel.

Firmen stellen ihre Ausbildungsangebote auf Berufsmesse vor / Junge Leute sollen möglichst in Region bleiben

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06. November 2014, 16:03 Uhr

Die Liste ist lang: Knapp 40 Unternehmen und Institutionen aus der Region haben sich für die Berufsfindungsmesse am 13. November in Boizenburg angemeldet. Darunter sind bekannte Namen wie Tchibo, Oetker, Brüggen oder abc Bau.

Aber auch für kleinere Firmen wie das Boizenburger Kälte - und Klimatechnik-Unternehmen Schwartec ist die Beteiligung an dieser Messe eine Selbstverständlichkeit und enorm wichtig, wie eine Betriebssprecherin sagt. Man wolle zum einen den Bekanntheitsgrad steigern und zudem jungen Leuten eine Chance geben, eine Ausbildung in der Region zu absolvieren.

Der Termin am zweiten Donnerstag im November ist mittlerweile Tradition, berichtet Jörg Dahlmann, Leiter der Rudolf-Tarnow-Schule. Er ist als einer der beiden Vorsitzenden des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft in die Vorbereitungen eingebunden. „Wir haben in der Stadt drei Schulen, von denen Abgänger kommen. Da lohnt es sich schon, vor Ort eine Messe zu machen.“ Natürlich sei die Präsentation der Ausbildungsangebote in der Richard-Schwenk-Sporthalle nicht auf Jugendliche aus Boizenburg beschränkt. „Wir sehen auch gerne andere Schüler von anderen Schulen“, betont Dahlmann. Seinen Angaben zufolge waren die Messen bislang immer gut besucht. Die Schüler kämen allen, in Gruppen oder mit ihren Eltern. An der Tarnow-Schule ist es nach den Worten ihres Leiters so organisiert, dass die Klassen gemeinsam die benachbarte Halle ab 17 Uhr aufsuchen.

„In welcher Art und Weise auch immer - letztendlich ist es wichtig, dass die Schüler hingehen und dort Kontakt mit den Betrieben und deren Ansprechpartner aufnehmen. Die Erfahrungen zeigen, dass Schüler ziemlich spät mit der Bewerbung anfangen. Wenn man aber keine Berufsvorstellung Anfang der zehnten Klasse hat, dann kann das durch eine Messe wie diese etwas beschleunigt werden“, sagt Dahlmann.

Eine derartige Präsentation von Ausbildungsmöglichkeiten könne noch unsicheren Jugendlichen einen Impuls geben, sich beraten zu lassen, Kontakte mit Firmen zu knüpfen und einen „richtigen Schulabschluss mit den richtigen Noten“ anzustreben. „Wenn ich nach so einer Messe weiß, ich möchte das und das werden, dann setze ich mich für dieses Ziel vielleicht eher auf den Hosenboden, als jemand ohne Ideen. Die Berufsmesse soll auch ein Stück Motivation für Schüler sein, einen ordentlichen Abschluss zu machen“, fügt Dahlmann hinzu.

Bürgermeister Harald Jäschke verweist darauf, dass die Veranstaltung auch für die Firmen eine Chance sei, gegen den Fachkräftemangel anzugehen. Für die Region sei es notwendig, die jungen Leute hier zu behalten. Im Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagentur Schwerin kommen laut Jäschke 1,3 Ausbildungsplätze auf einen Absolventen.


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