Schon immer von Technik begeistert

Statt in der Schule, nimmt Kiara gestern im Geschäft ihres Opas,  Lothar Braesemann, Platz.
Statt in der Schule, nimmt Kiara gestern im Geschäft ihres Opas, Lothar Braesemann, Platz.

Kiara Braesemann zum ersten Mal beim Girls’ Day

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26. April 2018, 09:59 Uhr

Kiara Braesemann ist schon sehr jung an technische Geräte herangeführt worden. Laptops, Tablets, Smartphones stellen für die Elfjährige in der Handhabung kein Problem dar. Normalerweise besucht die Schülerin die fünfte Klasse der Rudolf-Tarnow-Schule in Boizenburg. Gestern jedoch drückte Kiara nicht die Schulbank, sondern half tatkräftig im Technik- und Bürausstattungsladen ihres Opas, Lothar Braesemann, aus. Die Fünftklässlerin nahm zum ersten Mal im Rahmen des bundesweiten Girls’ Day eine Auszeit von der Schule, um für einen Tag in die Berufswelt reinzuschnuppern.

Der Girls’ Day oder ähnliche Aktionen existieren in über 20 Ländern, darunter Belgien, Österreich, Japan, Libanon und Äthiopien. In Mecklenburg-Vorpommern findet der Mädchen-Zukunftstag zum 17. Mal, in Deutschland bereits zum 18. Mal statt. Seit 2001 sollen Schülerinnen ab der fünften Klasse an diesem Tag die Möglichkeit bekommen, Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaft und Technik kennen zu lernen. „Es ist sehr interessant, mal alles über Technik zu erfahren, und mein Opa kann mir da auch sehr viel beibringen“, erzählt die Elfjährige begeistert. Doch auch wenn die Fünftklässlerin schon von kleinauf sehr technikafin ist, lernt auch sie gestern unter der Anleitung ihres Opas und Vorgesetzten noch einiges dazu.

„Ich habe mich heute zum Beispiel schon mit Druckerpatronen beschäftigt“, sagt die Schülerin, „damit, wie sie ausgetauscht werden und welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Patronen gibt.“ Dabei zeigt Kiara verschiedene Patronen und erklärt im Anschluss auch gleich Einzelheiten zu der vor sich ausgebreitete Festplatte und Grafikkarte.

Auch Kunden bedienen durfte Kiara bei ihrem Berufsschnuppertag schon. „Ich muss Opa allerdings immer noch fragen, wo etwas steht“, gibt sie leicht verlegen zu. Ob Kiara auch nach ihrer Schulzeit mal einen technisch basierten Job ergreifen möchte, kann die Boizenburgerin noch nicht mit Gewissheit sagen. Doch der Tag in Opas Geschäft hat Kiara viel Spaß bereitet, wie sie sagt. Und wie ist es, wenn der eigene Opa auf einmal zum Vorgesetzten wird? „Sehr interessant. Er ist ein Familienmitglied, aber am Girls’ Day ist er mein Kollege“, so Kiara.

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