Lübtheen : Schöner Pause machen

Die Schwestern Ortrun Hoppe (li) und Peggy Grünwold haben den Sozialtrakt im Auftrag ihres Chefs neben ihrer Arbeit als Leiterinnen der Kurzzeitpflege eingerichtet.
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Die Schwestern Ortrun Hoppe (li) und Peggy Grünwold haben den Sozialtrakt im Auftrag ihres Chefs neben ihrer Arbeit als Leiterinnen der Kurzzeitpflege eingerichtet.

Pflegeeinrichtung Lobetal übergibt regional einmaligen Sozialtrakt an seine 120 Mitarbeiter

svz.de von
09. November 2015, 08:00 Uhr

Laute „Ahhs“ und „Ohhs“ waren am Freitagabend zu hören, als die Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung Lobetal zum ersten Mal ihr neues, bis dahin geschlossen gehaltenes Sozialgebäude betreten durften. Mit staunenden Augen sahen sich die vielen Frauen und wenigen Männer in ihren neuen Pausen-, Ruhe- und Umkleideräumen um. Es gibt wohl selten Arbeitnehmer, die sich wie sie in ihren Ruhezeiten entscheiden dürfen. Ob sie sich in einer luxuriösen Lounge mit großer Lümmelcouch und Dachterrasse aufhalten wollen oder in einer Leseecke am Kamin oder ob sie doch lieber in der großzügigen, modernen Küche eine Mahlzeit zubereiten und danach ein Schläfchen in einem der gemütlichen Bettenräume halten möchten.

„Jetzt brauchen wir mehr Pause“, meinte Schwester Verena lächelnd zu ihren beiden Kolleginnen Ortrun Hoppe und Peggy Grünwold. Die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Hoppe und die Dienstleiterin der Kurzzeitpflege Grünwold waren von ihrem Chef Norbert Zobel mit der Einrichtung der Sozialräume betraut worden. „Heute um 18 Uhr haben wir die letzten Bilder aufgehängt“, erzählten die beiden lachend.

Genauso wie Geschäftsführer Norbert Zobel genossen sie sichtlich die Freude ihrer Kollegen. „Das ist ja ein bisschen wie Weihnachten. Jetzt kann ich mich auch freuen“, gestand Zobel seinen Mitarbeiterinnen. In seiner Rede zuvor hatte er schmunzelnd berichtet, dass erst um 15 Uhr die Bar, ein Geschenk der Baufirma Hoppe, angekommen sei und ihn und seine Leute vor ein fast unlösbares Problem stellte. Denn wie sollte das wuchtige Möbelstück in die im ersten Geschoss befindliche Lounge transportiert werden? Sie haben das Problem wie so viele andere in der Vergangenheit irgendwie gelöst - gemeinsam. „Das Besondere hier ist das Miteinander“, erklärte Zobel im Gespräch. „Wir haben hier eine sehr gute Arbeitsatmosphäre, darauf lege ich wert.“

Das bestätigen auch Schwester Ortrun und Schwester Peggy. Letztere arbeitet schon seit 26 Jahren in Lobetal, Schwester Ortrun 15. „Wir haben eine sehr geringe Fluktuation“, meint Schwester Peggy. „Auch wenn es langsam eng wird mit dem Finden von Mitarbeitern, es muss passen. Pflege ist Stress. Man muss sich dazu berufen fühlen und trotz Zeitnot immer ein freundliches Wort für die Patienten haben.“ Aber allein die Mitarbeiterbindung war nicht das Argument Zobels gegenüber dem Mutterkonzern, für den neuen Sozialtrakt 500  000 Euro locker zu machen. „Den hat überzeugt, dass wir in den freiwerdenden bisherigen Sozialräumen 15 neue Pflegeplätze einrichten können“, lächelt der Geschäftsführer. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

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