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Hagenower Kreisblatt

20. September 2017 | 11:22 Uhr

Neuhaus : Schnellere Reparaturen gefordert

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bauausschussmitglieder befassten sich mit den Straßenlaternen in der Gemeinde. Linke fordert nachts längere Ausschaltzeit

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Den Stein ins Rollen gebracht hat Heidemarie Gaede. Die Ortsvorsteherin von Stiepelse hatte in der Einwohnerfragestunde der letzten Ratssitzung bemängelt, dass in Stiepelse über mehrere Wochen kaputte Straßenlaternen nicht repariert wurden. „Es handelt sich um die Laternen an der Bushaltestelle. Besonders für die Schulkinder am frühen Morgen ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet“, so Gaede. Die Verwaltung bekundete, dass man keinen direkten Einfluss darauf habe, wann genau die Reparaturen durch die Elektrofirmen vorgenommen würden. Das läge am Arbeitsaufkommen der Firmen. Thorsten Knebusch regte im Namen der Unabhängigen an, dass die Verträge mit dem Firmen so geändert werden, dass schneller gehandelt werden könne. Mittlerweile sind die Lampen in Stiepelse repariert. 849 Straßenlaternen unterschiedlicher Bauarten gibt es im gesamten Amt. Wartung und Reparaturen obliegen den vier im Amt ansässigen Elektrofirmen, geregelt in so genannten „Hausmeisterverträgen“. Dabei ist die Zuständigkeit nach den jeweiligen Ortsteilen aufgeteilt entsprechend der räumlichen Nähe zum Betriebssitz der Firmen. „Am Vergabe- und Auftragsverfahren möchten wir nichts ändern“, erläuterte Thorsten Knebusch (Unabhängige) den Antrag, den seine Fraktion in den letzten Bauausschuss eingebracht hat, „wir möchten die Reparatur beschleunigen und besser kontrollieren können, dass ein Auftrag ausgeführt wird.“

Dafür soll es einen Rückmeldebogen an die Verwaltung geben, auf dem die zuständige Firma vermerkt, ob sie den Auftrag bearbeiten kann. Hierfür soll sie nach Willen der Unabhängigen drei Tage Zeit haben, ansonsten wird der Auftrag anderweitig vergeben.

„Die Rückmeldung an die Verwaltung ist wichtig, damit den Bürgern, die sich wegen einer kaputten Lampe melden, Auskunft gegeben werden kann, wann der Schaden behoben wird. Wenn eine Firma nicht kann, muss sie das in der vorgegebenen Frist sagen. Bei Verzug ohne Rückmeldung kann dann eine andere Firma beauftragt werden“, so Knebusch. Für Wolfgang Grewe (Die Linke) ist diese Frist zu kurz: „Wir können der Verwaltung nicht vorschreiben, wie sie ihre Formulare zu gestalten hat. Meiner Meinung nach reicht eine Frist von 14 Tagen aus. Dafür muss es aber auch die Möglichkeit von Eilaufträgen, wie beispielsweise die Bushaltestelle in Stiepelse, geben. Eilaufträge sollten innerhalb von drei Tagen bearbeitet werden. Wichtig ist die Rückmeldung der Firmen, gehandelt werden kann und Reparaturen nicht unnötig verzögert werden.“

Für die Verwaltung nahm Franz-Gerno Panz Stellung zu dem Problem: „Ich sehe keinen dringenden Handlungsbedarf. Drei Tage sind für die Firmen zu kurz, das ist für sie nicht zu schaffen. Darüber hinaus bekommen wir in der Verwaltung Rückmeldungen von den Firmen. Wenn ein Fall besonders eilt, vermerken wir das natürlich auf dem Auftrag und weisen die Firmen darauf hin.“ Der Ausschuss beschloss, die Auftragsbögen zu überarbeiten und insbesondere die Rückmeldepflicht der Firmen einzuarbeiten.

Mit dem Thema Straßenlaternen wird sich auch der nächste Bauausschuss im April beschäftigen. Wolfgang Grewe hatte einen Antrag gestellt, der aufgrund seiner kurzfristigen Einreichung nicht behandelt und auf die kommende Sitzung vertagt wurde:

Die Straßenbeleuchtung solle zukünftig im Zeitraum von 23 bis 5 Uhr (statt bisher 0 bis 4 Uhr) ausgeschaltet werden und in den Sommermonaten von Mai bis Mitte August ganz auf eine Beleuchtung verzichtet werden. Das eingesparte Geld könne in die energetische Sanierung der Laternen investiert werden.

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