Hagenow / Gammelin : Schneller surfen in Gammelin

Steven Hufnagel, Ulrich Burchert, Manfred Kebschull, Marco Bungalski, Thomas Kattwinkel u. Dirk Müller (v.li.).     
Steven Hufnagel, Ulrich Burchert, Manfred Kebschull, Marco Bungalski, Thomas Kattwinkel u. Dirk Müller (v.li.).  

Erste Gemeinde in MV ist an das Glasfaserkabel entlang der Norddeutschen Erdgasleitung angeschlossen / 50 MBit garantiert

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15. März 2015, 16:57 Uhr

Die geringe Übertragungsgeschwindigkeit beim Internet im Landkreis ist ein Dauerthema. Eine flächendeckende Breitbandversorgung ist nicht in Sicht.

Anders in Gammelin und dem Schossiner Ortsteil Mühlenbeck. Hier können die Bewohner ab Mai mit 50 MBit surfen. Möglich macht dies die unmittelbare Nähe zum Glasfaserkabel, das von Greifswald nach Rehden verläuft, erklärte Bürgermeister Manfred Kebschull mit den beteiligten Unternehmen auf einer Infoveranstaltung am Freitagabend im Restaurant „Goldener Hahn“.

Das Kabel wurde parallel zum Bau der Nordeuropäischen Erdgasleitung durch Wingas verlegt und im November 2013 fertiggestellt.

Steven Hufnagel, Breitbandkoordinator des Amtes Hagenow Land, hatte bereits während des Baus Kontakt zu Wingas aufgenommen und gefragt, wie sich umliegende Gemeinden an das Kabel anschließen könnten. Doch die Gespräche kamen zum Erliegen, da alle Fördermittelanträge abgelehnt worden waren. Förderfähig, so Hufnagel, seien nur Gebiete, die mit weniger als zwei MBit Übertragungsgeschwindigkeit versorgt würden. Vor gut einem Jahr dann nahm der Gammeliner Dirk Müller erneut Kontakt zu Wingas auf. Gemeinsam erarbeiteten sie ein Konzept für einen finanzierbaren Anschluss ohne Fördermittel. „Der Schlüssel zum Erfolg waren Eigenleistungen“, sind sich Kebschull und Hufnagel einig. So gut wie im Alleingang legte Bauer Johannes Carstens 1  500 Meter Rohrleitungen für das Glasfaserkabel, abgehend von der Trasse bis nach Gammelin. Das kleine Unternehmen Marco Bungalski aus Verden, ein Provider speziell für den ländlichen Raum, übernahm die restlichen Erdarbeiten im öffentlichen Bereich. Denn die dürfen von Privatpersonen nicht durchgeführt werden. „Wir haben durch den Eigenanteil etwa 60  000 Euro gespart“, so Müller.

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