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Aufsehen um Aktion gegen Dr. Margret Seemann in Wittenburg : Schmähplakat zur Bürgermeisterwahl

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Das Gerangel um die Nachfolge des Bürgermeister Norbert Hebinck hat in Wittenburg begonnen. Seit wenigen Tagen ist klar, dass es ein harter Kampf werden wird. Dabei gibt es offiziell bisher keine Kandidaten für die Wahl.

svz.de von
erstellt am 17.Jun.2013 | 06:19 Uhr

Wittenburg | Das Gerangel um die Nachfolge des Bürgermeister Norbert Hebinck hat in Wittenburg längst begonnen, allerdings hinter den Kulissen. Seit wenigen Tagen ist klar, dass es ein harter Kampf werden wird. Ein Riesenplakat an der vielbefahrenen Lehsener Chaussee warnt vor Dr. Margret Seemann als möglicher Bürgermeisterin.

Aufgestellt hat es Dietmar Fehring auf seinem Privatgrundstück. Er will die derzeitige Landtagsabgeordnete als "Altlast aus dem Honeckerschen Volksbildungsministerium" verhindern. Doch Margret Seemann, ehemalige Staatssekretärin und Gleichstellungsbeauftragte d s Landes, hat sich offiziell noch gar nicht beworben. Sie wird nur als mögliche Kandidatin der SPD gehandelt. Im gestrigen Gespräch mit der unserer Zeitung schloss sie eine Kandidatur aber nicht aus. "Ich will dorthin, wo ich für meine Region am meisten erreichen kann." Seemann ist derzeit Landtagsabgeordnete. Gegen den Plakataufsteller will sie nicht vorgehen. Das sei ja auch eine Art Werbung für sie. Natürlich habe sie sich zunächst maßlos geärgert, zumal Herr Fehring auch die Freigabe ihrer Doktorarbeit forderte, um diese zu kontrollieren. Margret Seemann, die als Staatssekretärin auch jahrelang Mitglied der Landesregierung war, hat ihren Doktortitel erst 1990 verliehen bekommen. Die Gutachter kamen jedoch schon aus dem Westen.

Doch die mögliche Nachfolgerin von Bürgermeister Norbert Hebinck, ist nicht die einzige Kandidatin, die derzeit in Stellung gebracht wird. Offiziell gibt es noch keine Kandidaten. Inoffiziell schon.

"Ich habe auf jeden Fall die Absicht, Bürgermeister von Wittenburg zu werden", gibt unumwunden Volker Siering gestern auf Nachfrage zu. Er hoffe, dass die CDU ihn aufstelle, gesteht der 55-Jährige weiter, der sich als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger in der Motelstadt seinen Lebensunterhalt verdient. "Zur Not werde ich auch als Einzelbewerber antreten, sollten die Christdemokraten es nicht tun", sagt der gebürtige Wittenburger. Die Werbung an der Lehsener Chaussee halte er für "unpassend und völlig unter der Gürtellinie", betont er .

Überhaupt noch nicht äußern, möchte sich Alfred Matzmohr. "Die CDU in Wittenburg wird sich am 20. Juni darüber beraten, wen wir als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken", hält sich der Leiter des Amtes Hagenow-Land sehr bedeckt.

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