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Hagenower Kreisblatt

21. November 2017 | 13:21 Uhr

Amt Neuhaus : Schlittschuhlaufen auch ohne Eis

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Maik Goroncys Kunststoffeisbahn ist heiß begehrt.

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 12:00 Uhr

„Jetzt ist gerade die Zeit, wo viele Anfragen laufen“, meint Maik Goroncy. Die Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte sind in vollem Gange und Eislaufbahnen erfreuen sich dabei wachsender Beliebtheit. Auf dem Hof des 50-Jährigen in Viehle steht eine solche Bahn – fein säuberlich verpackt auf einem Lkw mit Anhänger. Das besondere an dieser: Es handelt sich um eine Kunststoffeisbahn. „Davon gibt es, soweit mir bekannt ist, gerade einmal vier Stück in Deutschland“, so Goroncy. Da die Bahn gegenüber Kunsteisbahnen viele Vorteile habe, sei die Zahl der Anfragen zurzeit dementsprechend hoch, auch ohne übermäßig viel dafür zu machen.

Dabei hatte Maik Goroncy vor gut zwölf Jahren eigentlich eine andere Idee mit seiner Kunststoffbahn. Denn für die Winterzeit war diese nicht geplant. Damals leitete der gebürtige Rostocker noch eine Marketingagentur in Hamburg und betreute damit Großkunden aus der Zigarettenindustrie. „Wir haben immer verrückte Ideen gesucht, mit denen wir in Erinnerung bleiben. Ausgangspunkt war dann eine geplante Promotiontour und ich dachte, lass uns Schlittschuhlaufen am Strand machen.“ Das Problem dabei sei gewesen, dass es eine schnelle Aktion sein sollte, die Eisbahn von Tag zu Tag umziehen musste. „Wir haben mit Kunsteis herumexperimentiert, aber der Auf- und Abbau dauerte einfach zu lange. Durch Zufall bin ich auf jemanden gestoßen, der Kunststoff genutzt hat, für Stockschießen und solche Sachen.“ Aus dieser Grundlage habe man die Kunststoffbahn entwickelt.

Das Prinzip sei dabei eigentlich ganz einfach, meint Maik Goroncy. Der Kunststoff wird mit einer dünnen Schicht flüssigem Silikon überzogen und dadurch gleitfähig. Fast so, wie richtiges Eis. Und es sind auch keine speziellen Schlittschuhe nötig. „Wir haben die Bahn schon einmal für eine Veranstaltung bei einem Eishockeyclub aufgebaut. Die Jungs haben nichts gesagt, also ist sie wohl in Ordnung.“ Dennoch sei die Bahn nichts für professionelle Einsätze, sondern für den Spaß zwischendurch gedacht. „Bei Kindern kommt sie immer gut an.“ Deshalb würde sie auch von vielen Firmen für Familientag gebucht.

Und gerade dabei zeigten sich die Vorteile von Kunststoff gegenüber richtigem Eis, erklärt Goroncy. Der Aufbau sei schnell und man sei unabhängig von Wasser und Strom. Außerdem habe die Bahn die richtige Größe, um sie auch mal in einem Einkaufscenter aufzubauen – oder auch am Deich, so wie zum diesjährigen Brückenfest.

Dort konnten die Neuhauser zum ersten Mal ihre Erfahrungen mit Kufen auf Kunststoff sammeln und Maik Goroncy einen rekordverdächtigen Aufbau feiern. „In Darchau haben wir nur drei Stunden gebraucht, bis die Bahn stand. Das war sehr gut und lag auch daran, dass wir viele Helfer hatten.“ Normalerweise brauche er für das Aufstellen der 120 Quadratmeter großen Kunststoff-Fläche gut vier bis fünf Stunden.

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