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DDR-Garagen : „Schlau, was Boizenburg macht“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Stadtvertreter diskutieren heute Berichtsvorlage der Verwaltung zu den Garagen

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Exakt 793 Garagen, die in der DDR-Zeit errichtet wurden, stehen in Boizenburg auf städtischem Grund und Boden. Im Arbeiter- und Bauernstaat taten sich die Bewohner von Plattenbausiedlungen oft zusammen, um in der Nähe gemeinsam und auf eigene Kosten ganze Garagenkomplexe für ihre Trabis, Ladas oder Wartburgs zu bauen. Auf wessen Grund und Boden diese Garagen entstanden, interessierte dabei weniger, die Grundstücke selbst waren kaum etwas wert. Die Garagenerbauer sahen sich selbstverständlich auch als deren Besitzer und ließen sich den Bau bei einem Eigentümerwechsel bezahlen. Nach der Wiedervereinigung war es jedoch plötzlich von großer Bedeutung, wem das Land gehört, auf dem die Garagen errichtet wurden. Da das bundesdeutsche Recht solche Fälle nicht kannte, gab es nach der Wende bis zum Schuldrechtsanpassungsgesetz (SchulRAnpG) 1995 einen rechtsfreien Raum. Seit dem SchulRAnpG ist der Grundeigentümer - in diesem Falle die Stadt - auch immer der Eigentümer der Gebäude, die darauf errichtet wurden.

Die Stadt strebt jetzt einen sanften Übergang an.

Hintergründe dazu lesen Sie in unserer Printausgabe und im E-Paper am Donnerstag.

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