Fragen zum Wochenende : „Schau immer nach vorn!“

Dagmar Poltier an ihrem Schreibtisch, auf dem wie üblich viel Arbeit auf sie wartet.
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Dagmar Poltier an ihrem Schreibtisch, auf dem wie üblich viel Arbeit auf sie wartet.

Boizenburgs Bauamtsleiterin gibt zu, sich den Weltfrieden zu wünschen und ist glücklich bei einem Vollmond über den Schlossfestspielen

svz.de von
27. Mai 2017, 08:00 Uhr

Viele Boizenburger kennen sie als stellvertretende Bürgermeisterin und Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes. Die Rede ist von Dagmar Poltier, die eigentlich in Ostberlin geboren wurde, aber für die Mecklenburg-Vorpommern seit 1988 zur Heimat geworden ist. Heute lebt sie im Ortsteil Kamerun bei Malliß.

„Das ist so klein, das findet man noch nicht einmal auf der Landkarte“, lacht die Fische-Frau, die froh darüber ist, dass ihr Vater gerade seinen 88. Geburtstag feiern konnte. Obwohl sie bekennende Atheistin ist, findet Dagmar Poltier, dass oft etwas dran sei an den Charaktereigenschaften, die den Sternzeichen zugeordnet würden. SVZ-Redakteurin Katja Frick stellte ihr die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Schau immer nach vorn! Die Vergangenheit kannst du nicht ändern.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Auf meiner Terrasse mit Blick in den Garten.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In den Sommerferien nach der 7. Klasse beim Unkrautjäten in Berlins Blumenbeeten.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Angespart für einen Stern-Recorder, der dann zur Jugendweihe wahr wurde.
Wo findet man Sie am ehesten?
Im Garten bzw. auf dem Hof bei meinen Hobbytieren (zwei Schafe, zwei Ziegen, zwei Meerschweinchen) mit meinem Hund, der verrückten Anna.

Was stört Sie an anderen?
Intoleranz und die Einbildung, dass sie/er fehlerlos sein würde.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Die Ehefrauen von „großen“ Männern wie Gorbatschow oder Obama; also Raissa Gorbatschow und Michelle Obama. Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau, heißt es ja.

Was würden Sie gern noch können?
Ich wäre gern in irgendeiner Sache perfekt, egal was: Tanzen, Kochen, Malen, Musizieren – ich bin aber nur ganz normaler Durchschnitt. Aber ich kann das alles. Im Zeichnen hatte ich in der Schule immer eine eins, hatte später dann aber einfach keine Zeit mehr dafür. Und ich habe sogar Geige und Bratsche gelernt. Ich weiß gar nicht, ob ich das noch kann, aber wahrscheinlich verlernt man das nie ganz.

Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Ein wunderschöner Sonnenaufgang oder ein Vollmond, z.B. wenn er bei einer Vorstellung der Schlossfestspiele in Schwerin bei wunderbarer Musik über dem angestrahlten Schloss steht.

Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Käse und Wildsalami.
Wen würden Sie gern einmal treffen?
Angela Merkel.

Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Die perfekten Wildgerichte von meinem Mann.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Musik.

Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich bin nicht wunschlos glücklich – aber den einen großen Traum habe ich nicht.
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Sternbild Fische eben: harmoniebedürftig. Und wenn es mehr als ein Wort sein darf: ein hoher Anspruch an mich selbst.
Wo ist für Sie Heimat?
Da, wo ich mich zu Hause fühle, auf meinem Grundstück im Wald in Kamerun in Mecklenburg.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten ... ?
Frieden, Gesundheit und mehr Zeit für meine Familie und mich.

Wie wichtig ist die Liebe in Ihrem Leben?
Ohne Liebe ist das Leben umsonst. Wer nicht in der Lage ist, irgendjemanden oder irgendetwas zu lieben und dafür auch persönlich zu verzichten, hat nach meiner Auffassung auch keinen Lebensinhalt.
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Im Winter mit dem Freundschaftszug nach Kiew: großartige Gastfreundlichkeit und Reichtum an Kunst- und Kulturschätzen. Aber schon damals hat mich gestört, dass die schwere körperliche Straßenarbeit von Frauen verrichtet wurde und die Männer die Maschinen und Fahrzeuge bedient haben.
Wem sollen wir ebenfalls diese Fragen stellen?

Einer ehemaligen lieben Arbeitskollegin von mir, die ich sehr schätze – Dörte Held.

Sie arbeitet jetzt für den Städte- und Gemeindetag in Schwerin und hat bestimmt viel zu erzählen.

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