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Dreilützow : Sanitär-Experten modernisieren Bäder

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zahn der Zeit nagte an Unterkünften für die geistig behinderten Bewohnern des Dreilützower Caritas-Heimes

Sie ist in die mächtig Jahre gekommen, die Caritas-Wohnstätte St. Josef für geistig behinderte Menschen.

„Man kann es kaum glauben, aber das Wohnheim ist schon 20 Jahre alt. Deshalb müssen vor allem die fünf großen Bäder saniert werden“, erklärt Mathias Thees die momentane Anwesenheit der Bauleute auf dem großzügig angelegten Grundstück. „Auch wird dort eine Fußbodenheizung installiert sowie eine Pflegewanne eingebaut. Denn unsere Bewohner werden immer älter“, sagt der Einrichtungsleiter im SVZ-Gespräch.

Der 58-Jährige ist seit sechs Jahren in dieser verantwortungsvollen Funktion tätig und zur Zeit für 60 Männer und Frauen im Alter von 22 bis 70 Jahren zuständig. Sie alle leben in fünf Häusern. Ein Großteil von ihnen arbeitet tagsüber in den Werkstätten des Lebenshilfewerkes sowie in der Carl Kühne KG (GmbH & Co.) Niederlassung Hagenow. „Wer bereits Rentner ist, oder so große Einschränkungen besitzt, dass er nicht arbeiten kann, erhält bei uns einen von 12 sogenannten Tagesstrukturplätzen“, berichtet Thees. Eine Gartengruppe kümmere sich um anfallende Arbeiten auf dem Wohnheimgelände. Eine andere Truppe helfe und unterstütze den Hausmeister. „Die dritte Gruppe kocht jeden Tag für die 12 Personen. So hat jeder eine Beschäftigung und macht sich nützlich. Außerdem dient das dem Selbstwertgefühl der Frauen und Männer.“

Die Bewohner kämen übrigens aus dem gesamten Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie den Landkreisen Rostock und Lüneburg, informiert Thees weiter im Gespräch mit der Tageszeitung. Anschließend überzeugt sich der Vellahner vom Fortlauf der Arbeiten. Und die Heizungs- und Sanitär-Experten sowie Maurer haben schon ordentlich was vorgelegt. In einem Bad liegt ein Arbeiter auf den Knien und zieht den Estrich ab. Diesen Raum darf nun erst mal eine Weile keiner mehr betreten. In dem nächsten Feuchtraum ist Maurer Stefan Simmer aus Rugensee dabei, Estrich mit einer Schaufel zu verteilen. Die Aufgabe geht ihm recht flink von der Hand. Bald schon ist die richtige Füllhöhe in dem Raum erreicht. Nun kann auch hier mit einem Brett abgezogen werden.

„Ich bin begeistert, wie zügig die Arbeiten vorangehen“, betont Mathias Thees, während er sich noch kurz auf dem Weg zurück in sein Büro mit dem Heizungs- und Sanitärfachmann Helmut Lüpken bespricht. Nämlich über die noch anstehenden Aufgaben. Und er wird angesprochen, von den Bewohnern, die ihm unterwegs über den Weg laufen. Jedem hört er aufmerksam zu, für jeden hat Thees ein nettes Wort oder einen Scherz auf den Lippen.

Bei einem Pott Kaffee und nach einem Blick auf seinen Computer mit allen Terminen berichtet Thees vom Sommerfest, dessen Vorbereitungen bereits liefen. „Wir wollen am 1. Juli, einem Sonnabend, von 14 bis 21 Uhr, zwanglos feiern und uns amüsieren. Dazu laden wir die Bewohner, ihre Betreuer, ihre Angehörigen und auch alle Freunde der Einrichtung ein.“ Im letzten Jahr seien etwa 200 Besucher auf dem Gelände gezählt worden. „Wir hoffen in diesem Jahr mit einer ähnlichen Zahl. Es wird ein buntes Show-Programm einstudiert, die hauseigene Rockband ,Die Honigbiene’ übt auch schon fleißig“, berichtet Thees. Die werde er sich auf keinen Fall entgehen lassen, verspricht der Einrichtungsleiter und verabschiedet sich. Der nächste Termin drückt bereits.

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erstellt am 13.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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