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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 02:17 Uhr

Kirche Blücher : Sanierter Turm, marodes Dach

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Stürme der vergangenen Wochen haben zu einem Ziegelregen rund um die Kirche in Blücher geführt

von
erstellt am 26.Jan.2015 | 17:33 Uhr

Gerade erst war der Kirchturm frisch saniert worden und die Kirche Blücher errang, so wurde gestern bekannt, Platz fünf bei der Wahl zur Kirche des Jahres in MV, da ist auch schon die nächste Sanierung fällig. Die Stürme der vergangenen Wochen haben zusammengenommen acht Quadratmeter Ziegel vom Dach geweht. Der Sachschaden beträgt rund 2  300 Euro, wovon die Gemeinde 1500 Euro selbst zahlen muss.

„Tatsache ist aber, dass das ganze marode Dach instand gesetzt werden müsste“, meint der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats Ulrich Dressler.

Doch diese Sanierung sei eben teuer. Und dennoch sei sie wichtig, nicht nur für die Kirche und die Gemeinde, sondern für das gesamte Dorf. Denn schließlich stehe die Kirche neben der Freiwilligen Feuerwehr im Mittelpunkt des dörflichen Miteinanders, ist Dressler überzeugt. Der Förderverein der Kirche habe mehr als 50 Mitglieder. „Viele von denen interessieren sich für die Kirche als Kulturgut, als Teil der Dorfgeschichte“, meint Dressler. Nicht alle seien deshalb Mitglieder der Kirche. Das sei hier, in den neuen Bundesländern, ohnehin anders als im Hamburger Raum, aus dem Ulrich Dressler mit seiner Frau Sigrid Friedrich vor inzwischen 18 Jahren nach Boizenburg gezogen ist. „Viele sind hier kirchenfern aufgewachsen,“ stellt er fest. Und dennoch gehöre die Kirche einfach zum Dorfbild. Das sähe man auch daran, dass immer mehr Menschen zu kirchlichen Veranstaltungen kämen. Es helfe auch, dass bei Festen nicht nur die Pastorinnen, sondern auch Ehrenamtler da seien, die sich eben auch immer wieder für die Menschen in der Gemeinde interessieren. Und die Ehrenamtler könnten über den Kirchgemeinderat vieles in der Kirche beeinflussen. „Die Kirche muss für Verlässlichkeit und etwas Konkretes stehen, wenn sie Menschen mitnehmen soll. Sei es die Aussichtsebene im Turm, seien es Besuchs- oder eben auch regelmäßige Gottesdienste“, führt Dressler aus. Alles Dinge, die ganz praktisch das Leben bereichern sollen.


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