A24 bei Wittenburg : Sandsturm auf der Autobahn

Sandsturm auf der Autobahn, hier ein Foto von 2014 von der A 20 nahe Bad Doberan.
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Sandsturm auf der Autobahn, hier ein Foto von 2014 von der A 20 nahe Bad Doberan.

Meisterei musste am Montag auf der A 24 zwischen Wittenburg und Landesgrenze Warnschilder aufstellen

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29. März 2016, 13:30 Uhr

Ein Sandsturm hat auf der Autobahn  24 am vergangenen Montag den Autoverkehr zwischen der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein und der Abfahrt Wittenburg teilweise erheblich behindert. Das bestätigte Polizeisprecher Klaus Wiechmann gestern im Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung.

Die Autobahnpolizei in Stolpe sei am Montag gegen 15.30 Uhr telefonisch von einem Autofahrer über Sichtbehinderungen durch einen Sandsturm informiert worden. Die Beamten hätten sich das umgehend vor Ort angesehen und anschließend die Autobahnmeisterei Hagenow verständigt. Die stellte schnell Warnschilder in beiden Fahrtrichtungen auf. „Nach unseren Informationen hat vor allem der ungewohnte Südwind die Lage erschwert und die Warnungen an die Autofahrer nötig gemacht. Am schlimmsten, so wurde es uns geschildert, war die Sichtbehinderung wohl im Bereich Kogel“, so Sprecher Wiechmann. Erst der gegen 18.30 Uhr einsetzende andauernde Regen hätte die Lage soweit entschärft, dass die Schilder wieder abgebaut werden konnten. Augenscheinlich, so die Polizei, hätten sich die Autofahrer aber schnell auf die Situation eingestellt und ihre Fahrweise angepasst. Es gab keine Berichte über Vorfälle in dem Zeitraum in diesem Bereich.

Sandstürme, die über Autobahnen wehen, sind für unsere Region nicht ungewöhnlich. Das habe es, so die Polizei, im Bereich der A 24 und der A14 im Frühjahr immer wieder gegeben. Das gilt auch für die  ehemalige  B 106 zwischen Wöbbelin und Ludwigslust. Doch schlimme Unfälle, wie den auf der A 19 in Kavelstorf im April 2011 sind bisher im Kreis nicht passiert.

Simone Sonne aus Hamburg gehörte zu den Autofahrern, die am Montag von Schwerin kommend durch den Sandsturm fuhren. Im Grunde sei nur durch den Umstand nichts passiert, weil die Polizei dort präsent war. „Dadurch fuhren die Leute langsamer und kamen dann urplötzlich in eine Wand mit null Sicht. Es war wirklich heikel.“  Es sind die leichten Böden, die ohne Bewuchs und bei Trockenheit schnell in Bewegung kommen können. Beim Kreisbauernverband hält man derartige Ereignisse für eigentlich nicht vermeidbar, wie Geschäftsführer Harald Elgeti gestern erklärte: „Es kommt so selten vor, dass man wirklich verlangen kann, dass sich Autofahrer darauf einstellen, und Warnschilder sind sicher auch sinnvoll. Wir haben eben meist leichte Böden, die bei Kogel teilweise auch unter 20 Punkten liegen können, und bei Trockenheit und dem entsprechenden Wind sehr leicht in Bewegung geraten. Damit muss man leben.“

 Es seien auch nicht die übergroßen Schläge, wie man sie vermehrt im Osten des Landes  habe, die vermeintlich schuld sind. Elgeti: „Gerade in unserem Bereich in Westmecklenburg war die Landwirtschaft immer kleinteiliger, auch schon vor dem Krieg. Auch die immer wieder geforderten Heckenpflanzungen hätten wenig bis gar nichts gebracht. Denn die Hecken sind jetzt auch nicht belaubt. In wenigen Wochen sieht das wieder ganz anders aus. Es muss schon den Landwirten überlassen bleiben, was sie anbauen und wann sie es tun. Wir sind und bleiben eben eine landwirtschaftlich geprägte Region.

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