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Mühlenbeck bei Schwerin : Samtpfoten verschwinden spurlos: Tierhalter in Angst

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In Mühlenbeck bei Schwerin werden seit Monaten geliebte Katzen vermisst. Die Polizei tappt noch im Dunkeln

von
erstellt am 26.Apr.2016 | 20:45 Uhr

„Waren Diebe am Werk? Treibt im Ort wohlmöglich ein Katzenhasser sein Unwesen? Oder verenden die Tiere bei ihren Streifzügen durch unser Dorf? Warum findet man sie dann aber nicht?“ Diese vielen Fragen treiben Andreas Pohl um. Der 40-Jährige aus Mühlenbeck, einem kleinen Dorf südlich von Schwerin, hatte im November 2014 zwei Katzen vom Verkäufer des Hauses und Vorbesitzer des Grundstückes mit übernommen.

„Im Februar letzten Jahres waren beide plötzlich verschwunden. Nach drei Tagen kam die jüngere Katze zurück. Mit einem Schädelhirntrauma, aufgeplatzter Lippe und einem abgebrochenen Zahn. Das hat ein Tierarzt später festgestellt, zu dem wir das Tier zur Behandlung gebracht hatten. Es schien damals so, als hätte jemand versucht, sie auf bestialische Art und Weise zu erschlagen. Meine Frau hat die Katze schließlich wieder aufgepäppelt. Von der zweiten fehlt bis heute jede Spur“, erinnert sich der gebürtige Schweriner, der zuvor in Pampow gewohnt hatte. Im November 2015 hatte die Familie sich aus dem Tierheim in Holthusen Kater Fritzi geholt, eine rotgestreifte Mieze. Seit 12. April ist auch diese Samtpfote spurlos verschwunden. Alle Nachforschungen blieben bisher vergebens. Ein Stück weiter vermisst auch eine ältere Dame ihre Katze. Ebenso ein Arbeitskollege, der mit im Ort wohnt.

„Fritzi war so süß. Ich habe ihn ganz doll lieb gehabt“, verrät Alina, die fünfjährige Tochter der Pohls traurig. Sie vermisse ihn sehr, sagt das kleine Mädchen. Und Mutter Nicole ergänzt: „Der Kater war einzigartig, hat nicht gekratzt, nie gebissen und hat sich mit unseren Hunden allerbestens verstanden.“ Andreas Pohl will am 12. April gar den Schuss aus einem Kleinkalibergewehr in unmittelbarer Nähe gehört haben. „Ich stand gerade auf der Terrasse, als es knallte. Ich weiß, wie sich eine KK-Waffe anhört“, betont er. Und er habe so ein komisches Gefühl gehabt, dass ungewöhnliche Geräusch könne mit Kater Fritzi zu tun gehabt haben. „Ich weiß aus Gesprächen mit anderen Mühlenbeckern, dass hier im Ort schon mehrere Katzen verschwunden sind. Und es sich eigentlich nicht lohnt, sich welche anzuschaffen, weil die ohnehin immer wieder in kürzester Zeit verschwinden.“ Andreas Pohl hat jedenfalls bei der Polizei in Hagenow Fritzis plötzliches Verschwinden zur Anzeige gebracht.

Axel Schöttler aus der Dorfstraße hat das nicht getan. Sein kastrierter Kater Suser gilt seit März als vermisst. „Von einer Minute zur anderen war er verschwunden. Das hat mich stutzig gemacht. Er ist nie in der Gegend rumgestromert, maximal bis zur Nachbarin gelaufen. Keiner hat ihn gesehen. Das ist merkwürdig. Überfahren wurde er auch nicht. Ich habe alles abgesucht.“

Für Kriminalhauptkommissar Michael Herhold, den amtierenden Chef der Kripo Hagenow, beginnt jetzt die Ermittlungsarbeit. „Wir brauchen auch Hinweise aus der Bevölkerung, um das Verschwinden der Katzen aufzuklären. Wenn der Verdacht einer Straftat besteht, sollten Tierbesitzer Anzeige erstatten.“

 

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