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Karchau-Rade : „Runder Tisch“ noch nicht am erklärten Ziel

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Verhandlungen zwischen Umweltministerium und Betrieb Seebürger über Flächenausgleich dauern an

von
erstellt am 29.Mai.2015 | 10:44 Uhr

Der „Runde Tisch“ ist immer noch nicht am Ziel. Seit Jahren arbeiten der Landkreis, das niedersächsische Umweltministerium, die Biosphärenreservatsverwaltung, die Stork Foundation und auch Umweltverbände daran, dass die Karchau-Rade, ein etwa 60 Hektar großes Stück Land an der Krainke, ausgedeicht, sozusagen der Natur zurückgegeben wird. Die Fläche soll dann der natürlichen Vernässung durch die Krainke überlassen werden. Das bedeutet, dass man dem auf dieser Fläche wirtschaftenden Betrieb Seebürger an anderer Stelle Flächen anbieten muss und dass außerdem die Kreisstraße K 5 auf ein Niveau angehoben werden muss, das hochwassersicher ist.

Dieser Lösungsansatz war das Ergebnis von elf Sitzungen des „Runden Tisches“, an dem alle Betroffenen sitzen und der von Meinfried Striegnitz vom Institut für Umweltkommunikation der Universität Lüneburg moderiert wurde. Die erste Sitzung fand am 2. Februar 2011 statt, die elfte und bisher letzte am 30. September 2013. In der Sitzung stellte Prof. Mährlein, Agrarökonom an der Universität Kiel, die Ergebnisse seines Gutachtens über die Möglichkeiten des Ausgleichs für den Betrieb Seebürger vor. Seit dieser Zeit wird an diesem Ausgleich gearbeitet. Meinfried Striegnitz sieht die Verhandlungen weit fortgeschritten, sie dauern aber noch an. „Alle, an den Verhandlungen Beteiligten sind bemüht, die Formulierungen für die angestrebte vertragliche Vereinbarung so konkret und eindeutig wie möglich zu fassen“, so Striegnitz. So soll schon im Vorfeld vor der endgültigen Vertragsunterzeichnung sichergestellt werden, dass später keine Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten auftreten. Dafür sind zahlreiche, konkrete Klärungen im Detail erforderlich.

Und das dauert an. Auf Nachfrage sagt Klaus Seebürger jedenfalls kurz und knapp, ihm lägen bisher noch keine konkreten Verhandlungsergebnisse vor. Die Pretener selbst können inzwischen gelassen abwarten. Sie hatten um ihre Sicherheit gefürchtet und sich zunächst stark gegen die Ausdeichung gewehrt. Inzwischen konnte der Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband aber die Deiche an Sude und Krainke soweit fertig bauen, dass im Hochwasserfall nur noch ein kurzes Stück an der Kreisstraße verteidigt werden muss.

 

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