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Hagenower Kreisblatt

24. September 2017 | 05:14 Uhr

Boizenburg : Ruhe auf Motocross-Bahn vorbei

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nach 30 Jahren Pause findet wieder eine Enduro–Veranstaltung bei Schwartow statt. Gut 50 Fahrer beim 1. Fritz Eggert Gedächtnislauf

svz.de von
erstellt am 29.Jul.2017 | 08:00 Uhr

„Wir wollten mal wieder den Motorsport zu uns nach Boizenburg holen“, sagt Olaf Behnke, der Vorsitzende des MC Boizenburg e.V.. ‘Mal wieder’, heißt in diesem Fall allerdings nach 30 Jahren. Denn  seit DDR-Zeiten gab es auf der Motocross–Bahn an der B 195 kurz hinter Schwartow keine richtigen Rennen mehr. „Der letzte Lauf müsste die Bezirksmeisterschaft 1987 gewesen sein. Seitdem ist es auf der Bahn ruhig geworden“, meint René Heims, Vize-Vorsitzender des Vereins. Das soll sich dieses Wochenende mit dem ,1. Fritz Eggert Gedächtnislauf’ ändern.

Zuvor gab es allerdings Probleme mit der Zulassung der Strecke als Motorsportanlage und auch Anwohner hatten sich über den Lärm beschwert. Die Bahn wurde über Jahre nur noch als Trainingsstrecke und zum Teil auch für illegale Fahrten von Enduro–Touristen aus dem Umland, außerhalb der offiziellen Betriebszeiten, genutzt.  (SVZ berichtete) Mittlerweile gibt es aber eine Rechtssicherheit – die Bahn wurde in den Flächennutzungsplan aufgenommen. Dieser Verwaltungsakt sei nach der Wende  verpasst worden, meint Heims. „Und wir haben jetzt eine zugelassene Motorsportanlage.“ Damit konnte der Verein wieder  einen Lauf auf der eigenen Bahn organisieren. „Bisher haben wir unsere Veranstaltungen woanders gemacht oder gar nicht.“

Von einem Rennen möchte der MC Boizenburg aber nicht sprechen. Das klinge zu sehr danach, dass es nur um Geschwindigkeit geht. „Wir machen  eine Klassik–Enduro–Veranstaltung. Dabei geht es um eine Gleichmäßigkeitsprüfungsfahrt über gut zwei Stunden“, so Behnke. Die Fahrer müssen dabei zunächst eine große Enduro–Runde über gut 12 Kilometer durch das Gelände fahren, bevor es auf die  Motocross–Strecke geht. „In zwei Stunden schafft man ca. acht solcher Durchgänge. Dabei wird die Zeit gestoppt, die die  Teilnehmer   auf der Motocross–Bahn  fahren“, erklärt Heims. Am Ende hat also jeder Fahrer acht Rundenzeiten auf dem Zettel. Gezählt werde aber nicht die schnellste Zeit. Gewonnen habe derjenige, der die geringsten Abweichungen zwischen den Rundenzeiten hat.

Gewertet werden die Fahrer dabei in vier verschiedenen Klassen. „Wir haben sie unterteilt in Jugend (Fahrer bis 21 Jahre), Klassik mit Fahrern unter 55 Jahren, Klassik mit Fahrern über 55 Jahren und Open“, so Heims. „Klassik“ bedeute, dass die  Motorräder mindestens  25 Jahre alt seien. Mehr als 20 solcher Maschinen würden  beim Lauf starten.

Ab 12 Uhr können sich Motocross–Fans die Motorräder heute aus der Nähe ansehen und mit den Fahrern ins Gespräch kommen. Der Start für den 1. Fritz Eggert Gedächntislauf ist dann um 14 Uhr geplant. „Wir freuen uns auf viele Besucher an der Strecke“, so der Vereinsvorsitzende Behnke, der glücklich ist in Zusammenarbeit mit der Stadt, dem ASB  und dem Gemüsegarten Gresse, ein Motorsport–Event in Boizenburg auf die Beine stellen zu können.

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