Hagenow : Rufbus: „Erster Monat lief sehr gut“

Ob ein Taxi, das Spezialfahrzeug der Verkehrsgesellschaft oder ein großer Bus kommt, wird von Fall zu Fall entschieden – in Abhängigkeit von der Zahl der Fahrgäste.
Ob ein Taxi, das Spezialfahrzeug der Verkehrsgesellschaft oder ein großer Bus kommt, wird von Fall zu Fall entschieden – in Abhängigkeit von der Zahl der Fahrgäste.

713 neue Buchungen bis Mitte Januar. Verdreifachung im Parchimer Bereich. Landkreis Lüneburg will Amt Neuhaus anschließen

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17. Januar 2018, 05:00 Uhr

Das  im Dezember drastisch erweiterte Rufbussystem des Landkreises kommt bei den Bürgern vom Start weg sehr gut an. Im  ersten Monat gab es in den neu eingerichteten Zonen 713 Buchungen. Nimmt man die bisherigen Buchungen im alten Parchimer Bereich dazu waren es sogar 1352 Buchungen mit insgesamt 1482 Fahrgästen, die das neue Rufbussystem genutzt haben. „Für den Start ist das sehr ordentlich und erfüllt unsere Erwartungen“, freute sich gestern Stefan Lösel, der Geschäftsführer der kreislichen Busbetriebe.

Spitzenreiter bei den neuen Zonen war dabei der Bereich zwischen Zarrentin und Boizenburg, einschließlich des Businessparks.  Danach folgte der Bereich zwischen Vielank und Dömitz sowie die Verbindung zwischen Parchim und Groß Godems. Das Bussystem ist nicht nur gut angenommen worden. Dort, wo es schon länger läuft, sind die Zahlen der Nutzer ebenfalls deutlich gestiegen. Im früheren Testgebiet zwischen Parchim und Plau hatte es im ersten Monat 191 Bestellungen gegeben. Im vergangenen Monat waren es dort 639 Bestellungen. Lösel:  „Das ist eine Verdreifachung und damit rechnen wir auch in den neuen Gebieten, wo wir sicher bald auf mehr als 2000 Bestellungen kommen werden. Hochgerechnet auf das Jahr landen wir damit bei ungefähr 30000 Bestellungen. Und das wäre schon ordentlich.“

Engstelle Nummer eins in den vergangenen Wochen war und blieb das Telefon, wo die Kunden ihre Reisewünsche bis frühestens zwei Stunden vor Fahrtantritt reservieren müssen. Wer die Nummer 03883-616161 wählt, landete entweder in Hagenow, Ludwigslust oder Parchim. Und wenn die 16 Telefone nicht ausreichen, werden weitere Apparate zugeschaltet. „Am Anfang ist eben der Beratungsaufwand am Telefon höher. Wer schon einmal mit uns gefahren  ist, hat es dann leichter. Mein Apparat ist der letzte, der zugeschaltet wird. Den Fall hatten wir noch nicht, aber mein Vorzimmer hatten die Nachfragen schon erreicht.“

Nicht alles ging glatt, einiges am Fahrplan musste auch geändert werden. Das betrifft beispielsweise die Zone 830 um Zweedorf, Schwanheide oder Valluhn herum. Dort ist nun gewährleistet, dass auch in den anstehenden Ferien  jeder Fahrgast von  seinem Dorf wegkommt. Fehlermeldungen dieser Art sind willkommen bei den Busleuten, nur so könne man Fehler ausmerzen oder Dinge ändern.

Verheißungsvolle Nachrichten gibt es für das Amt Neuhaus. Dort  haben Verantwortliche des Landkreises Lüneburg das Gespräch mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gesucht. Im Ergebnis werden die Busbetriebe VLP nun konkrete Planungen für den Amtsbereich vornehmen und in wenigen Wochen den Lüneburgern vorlegen. Eine finanzielle Einigung vorausgesetzt, könnte das Rufbus-System ab Ende der Sommerferien auch im Amt greifen, und das komplett. „Das wäre das, was wir uns immer gewünscht haben. Ich weiß, dass es Gespräche gab und freue mich, dass man soweit vorangekommen ist“, jubelte gestern Bürgermeisterin Grit Richter am Telefon.

Denkbar wäre eine Unterteilung in Ober- und Unteramt mit Anbindungen nach Dömitz oder Boizenburg. Sicher ist auch, dass Neuhaus selbst sowie die beiden Fährpunkte in Darchau und Neu Bleckede einbezogen werden sollen.

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