Rettungsaktion : Rüde Max wird dank der Hilfe vieler wieder gesund

Tierärztin Anneka Soschinka (li.) versorgt das verletzte Bein des Mischlingsrüden Max.
Tierärztin Anneka Soschinka (li.) versorgt das verletzte Bein des Mischlingsrüden Max.

Tierschutzverein bewahrte den Mischlingshund vor einer Amputation / Tierärztin mahnt Besitzer zur Vorsorge

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03. Februar 2014, 18:05 Uhr

Nur äußerst widerwillig lässt sich Mischlingsrüde Max in das Behandlungszimmer zerren. Immer wieder muss Herrschen aufpassen, damit der ängstliche Hund nicht diejenigen beißt, die ihm eigentlich helfen wollen. Tierärztin Anneka Soschinka wickelt vorsichtig den Verband von dem heftig zitternden Tier ab. Es ist ein dicker Verband am Gelenk des hinteren Laufes, Metallstifte halten es in Balance. Alles wird neu desinfiziert und vorsichtig wieder eingewickelt. Dann kann Max mit seinem Herrchen, das namentlich nicht genannt werden möchte, wieder in den Kietz humpeln.

Dort ist es passiert vor etlichen Tagen, im Plattenbau, im Treppenhaus im Kalkstückenweg. Es  gab eine Beißerei mit einem anderen Hund. Max verlor, sein Hinterbein, war stark in Mitleidenschaft gezogen. So schwer, dass sogar über eine Amputation nachgedacht werden musste. Dass das Bein wahrscheinlich gerettet werden kann, liegt an den Operateuren in der Lüneburger Tierklinik, dem Tierschutzverein Hagenow und der verantwortlichen Tierärztin Barbara Schneider. Sie konnte den Tierschutzverein dafür gewinnen, dem Besitzer bei den Kosten der aufwändigen Operation zu helfen. Denn der Besitzer hätte sich den Eingriff für seinen Max nicht leisten können. Trotz allem Entgegenkommens ging es am Ende um 900 Euro. Geld, das der Verein dem Besitzer vorgestreckt hat. Wohl wissend, wie schwer es für den Besitzer wird, wenigstens einen Teil der Summe zurückzuzahlen. „Wir helfen gern, wenn wir können. Möglich wurde das nur, weil wir eine Spende der verstorbenen Ludwigslusterin Helga Hanke erhalten hatten. Der Hundehalter hat uns die Rückzahlung Rate für Rate versprochen. Davon  gehen wir auch aus. Jeden Euro, den wir zurückbekommen, können wir einsetzen, um anderen Tieren zu helfen.“

Tierärztin Barbara Schneider, ihr gehört die Praxis in der Max jetzt behandelt wird: „Dieser Fall ist wirklich eine Ausnahme. Er ist aber auch ein Beweis dafür, dass Hundehalter nicht nur an das Futter oder die Hundesteuer denken sollten. Eine Absicherung für solche Verletzungen sollte dazugehören.“ Das kann eine Krankenversicherung für Tiere sein, die aber relativ teuer ist. Es gibt aber auch spezielle Verträge für Operationsrisiken, die preiswerter zu haben sind.

Diese Formen der Absicherung begrüßt auch der Tierschutzverein Hagenow. Tierärztin Schneider hofft in der Sache auch noch auf den Gegenpart der Hundebeißerei. Der Halter des anderen Hundes wisse womöglich noch gar nicht, welcher Schaden durch seinen Hund angerichtet wurde. Hier wäre es hilfreich, sich schnell zu melden, z. B. in der Tierarztpraxis. 

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