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Hagenower Kreisblatt

15. Dezember 2017 | 01:56 Uhr

Theater : „ Rue Bleu“ lag in Strachau

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Klaus Engeroff spielte „Monsieur Ibrahim und die Blume des Koran“ auf dem Alten Kneipensaal

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 13:44 Uhr

Auf der Bühne Kisten mit Obst und Waren aus einem Kramladen: der Strachauer Kulturverein Elbregion hatte zu seiner - für dieses Jahr - letzten Veranstaltung auf den Alten Kneipensaal von Adelheid Müther eingeladen. Die Besucher erwartete das Stück: „Monsieur Ibrahim und die Blume des Koran“ von Eric-Emmanuel Schmitt. Schmitt, 1960 bei Lyon geboren, schrieb nach einem Studium der Philosophie zunächst Stücke für das Theater, wurde im Jahr 2001 mit dem Grand Prix du Théâtre ausgezeichnet. Später verfasste er auch Romane und ist als Bestseller-Autor in Deutschland bekannt.

„Monsieur Ibrahim...“ ist ein zur Erzählung umgearbeitetes Theaterstück, das auch verfilmt wurde. In dem Ein-Personen-Stück spielte Klaus Engeroff in Strachau den elfjährigen, jüdischen Moses, der unglücklich mit seinem Vater, einem „Anwalt ohne Fälle“, in einer düsteren Wohnung in Paris lebt. In seiner Straße wohnt auch Monsieur Ibrahim, der Inhaber eines Kramladens. Mit diesem weisen und herzensguten Mann freundet sich der Junge an, gewinnt an Selbstvertrauen, stellt seinem Freund die wichtigen Fragen des Lebens und bekommt immer eine ihn befriedigende Antwort. In Schmitts Stücken und Romanen spielen die Weltreligionen oft eine wichtige Rolle. In dieser Parabel werden die Protagonisten ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit Freunde und einander zur Stütze. Klaus Engeroff gelang es mit intensivem und trotzdem zurückhaltendem Spiel, die Zuschauer in diesen Mikrokosmos zu entführen und der Alten Kneipensaal hatte für eine Zeit lang eine Hausnummer in der Rue Bleu in Paris.

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