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Wittenburg : Rostfässer: „Die lagen sicher schon länger dort“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Behörden des Landkreises begutachten nun die am Sonntag gesicherten Fässer. Stadt will den ganzen Müll beseitigt haben

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Bei der Entsorgung der am Wochenende gesicherten verrosteten Fässer hat gestern nun der Landkreis mit seinen zwei zuständigen Behörden die Begutachtung übernommen. Diese Auskunft kam von Bürgermeisterin Margret Seemann, die noch am Sonntag zu dem Feuerwehreinsatz in der Hagenower Chaussee gerufen wurde. Auch der Kreis bestätigte den Einsatz seiner Mitarbeiter in Wittenburg. Dort, auf dem Gelände des ehemaligen Landbaus, hatte die Wittenburger Wehr zusammen mit dem zusätzlich alarmierten Gefahrenzug aus Zarrentin leck geschlagene und verrostete Fässer sichergestellt und ein weiteres Auslaufen von Flüssigkeiten verhindert. Alarmiert wurde die Feuerwehr von der Polizei. Die hatte am Sonntag in der viel befahrenen Straße eine Verkehrskontrolle durchgeführt und war von einem Bürger dann auf die Fässer in der Nachbarschaft angesprochen worden. Damit lief die Alarmierungskette. Wittenburgs Wehr rückte mit 26 Mann an, dazu kamen noch einmal sieben aus Zarrentin. Sie fanden die Fässer zum Teil in verfallenen Hallen, zum Teil im Freien. In den rostigen Gefäßen fanden sich undefinierbare Flüssigkeiten, die zum Teil stark nach Lösungsmitteln rochen. „Ich möchte, dass das alles verschwindet, der ganze Müll“, erklärte die Bürgermeisterin und meinte damit auch die großen Stapel alter Reifen, die ebenfalls auf dem völlig verwilderten Gelände lagern. Das Gelände gehört nach SVZ-Informationen zwei Personen. Die dürften sich von den Behörden jetzt einiges anhören müssen. Denn schon die Feuerwehr war sich sicher, dass die Fässer schon lange auf dem Gelände gelegen haben müssen. Es sei eben Privatgelände, da könne die Stadt nicht einfach so tätig werden, hieß es gestern von der Verwaltung. Der Eigentümer des Geländes sei nicht zum ersten Mal auf die Vermüllung hingewiesen worden. Normalerweise war das Areal durch einen Bauzaun gesichert. Langfristig will die Stadt auf der Gewerbebrache Wohnbebauung ermöglichen. Vorbereitungen für einen entsprechenden B-Plan gibt es bereits. Die Eigentümer wollten dort eigentlich einen Supermarkt bauen lassen.

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