Hagenow : Rohrbruch legt Schulbetrieb lahm

Drei Meter tief liegt die defekte Wasserleitung in der Möllner Straße in Hagenow. Das Grundwasser erschwert die Schadenssuche.
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Drei Meter tief liegt die defekte Wasserleitung in der Möllner Straße in Hagenow. Das Grundwasser erschwert die Schadenssuche.

Leck an der Wasserleitung in der Möllner Straße Hagenow schwer zu lokalisieren

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07. Juni 2016, 21:00 Uhr

Baggern bis in die Abendstunden: Wegen eines Wasserrohrbruchs in der Möllner Straße in Hagenow ist heute der Unterricht an der Friedrich-Heincke-Schule ausgefallen. Weil am Montagmittag das Wasser für die Bauarbeiten abgestellt wurde, funktionierten unter anderem die Toiletten nicht. Hauptgrund für die Regionalschule, den Schulbetrieb für die 315 Schüler einzustellen. Die Notfallbetreuung nutzten nur wenige Kinder. Die 330 Mädchen und Jungen des Robert-Stock-Gymnasiums wichen dagegen auf die WCs der Otto-Ibs-Halle aus. Für einen Tag sei das machbar, sagte Schulleiterin Annett Noack. Länger aber nicht. Alle hofften am Vormittag, dass die Arbeiten an der Leitung so schnell wie möglich beendet sind.

Das Problem: Das Wasserrohr, das auf Höhe der Bushaltestelle die Straße quert, liegt drei Meter tief. Ab 2,50 Meter tritt Grundwasser aus, das erst mühsam mit Unterdruck über Filter rausgesaugt werden muss, wie Dirk Oertel von den zuständigen Hagenower Stadtwerken erklärte.

Seit Sonntagabend weiß er vom Schaden unter der Straße, der durch „Materialermüdung“ entstanden ist. Irgendwo an der mehrere Meter langen Leitung tritt seitdem Wasser aus, das sich seinen Weg an die Oberfläche sucht. Dort, wo es ausläuft, sei aber nicht das Loch, so Oertel. Das müsse erst lokalisiert werden, bevor es an die Reparatur gehen kann. Bis zum späten Montagabend suchten die Bauarbeiter auf der Parkplatzseite nach dem Bruch. Ohne Erfolg. Und die Nacht hätten sie nicht durcharbeiten wollen, weil die Maschinen zu laut für die anliegenden Anwohner gewesen wären, heißt es von den Stadtwerken.

Heute nun der zweite Versuch auf der anderen Straßenseite – alles unter halbseitiger Sperrung, damit der Busverkehr weiter rollen kann. Am frühen Nachmittag fanden die Tiefbauer dann das besagte Leck und reparierten es.

Die Regionalschule hatte sich schon aufs Schlimmste eingestellt und zur Sicherheit zwei Dixies geordert. Denn „wir haben Prüfungen, die müssen stattfinden“, begründete Schulleiterin Kirsten Schmidt. Die Zehntklässler schreiben heute Mathe-Prüfungen. Laut Dirk Oertel dürfte der Schulbetrieb aber wieder normal stattfinden. Sollte es die Situation erfordern, würden die Tiefbauer  am Dienstagabend auch über den Feierabend hinaus am Problem arbeiten.

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