Roboter fräst sich durch den Abflusskanal

Bill Schukart steuert am Bildschirm den Roboter im Kanal.
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Bill Schukart steuert am Bildschirm den Roboter im Kanal.

Abwasserzweckverband Hagenow und Umlandgemeinden saniert im Stadtgebiet und in Moraas Abflussleitungen / Arbeiten sind Ende Mai beendet

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13. März 2014, 16:22 Uhr

Es hört sich an wie beim Zahnarzt. Bill Schukart von der Rohr-Sanierungsfirma Uni-Roka aus Rostock steuert per Hand am Bildschirm den Fräskopf eines Roboters, der im Abflusskanal der Werkstraße einige Meter unter dem Spezialfahrzeug die Wände des Steinzeuges glättet. Das sei notwendig, damit Ablagerungen im Kanal beseitigt werden, um einen ungehinderten Fluss des Abwassers samt Toilettenpapier zu gewährleisten.

Der Abwasserzweckverband Hagenow und Umlandgemeinden lässt gegenwärtig im Stadtgebiet von Hagenow und in Moraas Abwasserkanäle sanieren. Wie Herbert Adolf vom Verband im Gespräch mit SVZ sagte, werden durch die Spezialfirma verschiedene Hauptkanäle, Hausanschlussleitungen und Schächte im Schmutzwassersystem instand setzen. In den dokumentierten Schäden im Kanalsystem geht es um die Beseitigung von Infiltrationen, Rissen und Schmutzablagerungen. Dort, wo Schäden beseitigt werden müssen, setzen die Mitarbeiter auch mit besagtem Roboter Edelstahlmanschetten direkt im Kanal.

In Moraas gibt es zudem die Besonderheit, dass die Gemeinde ein eigenes Klärwerk betreibt, dass allerdings nach den Worten von Bürgermeister Dieter Quast, der gleichzeitig Verbandsvorsteher des Abwasserzweckverbandes Hagenow und Umlandgemeinden ist, vom Verband bewirtschaftet wird. „Wir hatten im vorigen Jahr eine Kanalbefahrung mit der Kamera gemacht und dabei Schäden in einzelnen Bereichen festgestellt. Das ist bei einem Netz, das 20 Jahre alt ist, normal. Nach der Sanierung ist unser Kanalsystem für die nächsten Jahre dann wieder flott“, sagt Dieter Quast mit dem Hinweis, das die Kosten für diese Arbeiten der Abwasserzweckverband übernimmt.

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