Hagenow : Risse und Brüche in der A 24

In Fahrtrichtung Hamburg zeigt die Fahrbahn deutlich Risse und Brüche. Deshalb die Begrenzung auf 100 km/h.
In Fahrtrichtung Hamburg zeigt die Fahrbahn deutlich Risse und Brüche. Deshalb die Begrenzung auf 100 km/h.

Was steckt diesmal dahinter? Nur noch 100 Stundenkilometer hinter Anschlussstelle Hagenow in Richtung Hamburg erlaubt

svz.de von
26. Mai 2017, 20:45 Uhr

Es scheint beinahe zu einem Dauerzustand zu werden. Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der A 24, einer Autobahn, die ja nun nicht gerade zu den ältesten des Landes zählt. Autofahrer, die in Richtung Hamburg unterwegs sind, zeigen sich genervt, Pendlern fehlen jeden Tag wieder einmal kostbare Minuten mit ihren Familien, wenn sie morgens früher los müssen oder abends später daheim sind.

Doch was ist da eigentlich los auf dem Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Hagenow in Richtung Hamburg, dass jetzt schon wieder über mehrere Wochen nur noch 100 Stundenkilometer schnell bzw. eher langsam gefahren werden darf? Aus dem Verkehrsministerium in Schwerin heißt es dazu: „Grund sind Straßenschäden, welche durch die zuständige Autobahnmeisterei Hagenow festgestellt wurden. Hierbei handelte es sich um plötzlich aufgetretene Risse und Ausbrüche in der Fahrbahndecke. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit wurde die sofortige Geschwindigkeitsbeschränkung auf einem rund zehn Kilometer langen Bereich notwendig“, so Karen Reinschmidt-Schilling.

Die aufgetretenen Schäden seien durch Mitarbeiter der Autobahnmeisterei behoben worden. Ebenso werden neu festgestellte Schadstellen fortlaufend beseitigt. Da derzeit aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass wieder neue Schäden entstehen, muss die Geschwindigkeitsreduzierung vorerst aufrecht erhalten werden. „Zur Ermittlung der konkreten Ursache wurden bereits Bohrkerne durch ein Baustofflabor gezogen. Das Ergebnis der Auswertung steht noch aus. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, kann die weitere Sanierung des betroffenen Abschnittes festgelegt werden. Die Geschwindigkeitsreduzierung wird zum Schutz der Verkehrsteilnehmer solange aufrecht erhalten“, heißt es aus dem Ministerium.

Unserer Zeitung liegen Informationen vor, dass es sich auf dem besagten Abschnitt um Mängel in der Trag- und Bindeschicht handeln könnte. Möglicherweise wurde nur die Deckschicht saniert, weil eine Komplettsanierung zu teuer erschien. Muss hier jetzt immer wieder teurer nachgearbeitet werden? Wir werden der Geschichte in den kommenden Wochen weiter „auf den Grund“ gehen. Das Ministerium konnte dazu gestern keine Angaben machen.

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