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Gut Gallin GmbH : Rinder-Kindergarten im Bio-Betrieb

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Im Bio-Betrieb Gut Gallin GmbH gibt es jetzt einen Rinder-Kindergarten - und da ist allerhand los. Die Kälber haben im Mutterkuhstall eine eigene Abteilung bekommen, in der sie sich ungestört aufhalten können.

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2013 | 10:04 Uhr

Gallin | In der Gut Gallin GmbH gibt es jetzt einen Rinder-Kindergarten. Die Kälber haben im Mutterkuhstall eine eigene Abteilung bekommen, in der sie sich ungestört aufhalten können. Wenn sie zu ihren Müttern wollen, haben sie dazu die Möglichkeit, allerdings kommen die Kühne nicht in den Nachwuchsbereich rein. Die Mannschaft um Geschäftsführer Jens Rasim - er ist für die Bio-Landwirtschaft zuständig - baute in den vergangenen Wochen diese spezielle Abteilung für die Bio-Mutterkuhhaltung. Schlosser Hardy Frank hat die Ideen in die Tat umgesetzt. In den Rinderställen des Galliner Bio-Betriebes ist jetzt allerhand los.

"Die Abkalbsaison ist bei uns im Gange. Die beiden Kollegen René Backhaus und Toni Steffens haben derzeit alle Hände voll zu tun. Im November geht es bei den Kühen mit dem Kalben los und läuft durch bis in den April. Rund 120 Kühe bekommen bei uns Nachwuchs. Wenn wir im Frühjahr zur Bestellung auf die Felder wollen, sollte das Abkalben weitestgehend abgeschlossen sein", sagt Jens Rasim.

Er betreibt in Gallin die Herdbuchzucht der Rassen Deutscher Angus und Charolais. "Außerdem forcieren wir die Zucht der Uckermärker. Die überwiegende Mehrheit der Tiere, die wir hier bei uns schlachten, sind Uckermärker Färsen für die Fleischproduktion", begründet Jens Rasim den Ausbau dieser Herde. Für die Rindfleich-Produktion werden im Galliner Bio-Schlachthaus zweijährige Färsen und Ochsen geschlachtet. Hinzu kommen die Bio-Schweine aus dem eigenen Betrieb, die neun bis zehn Monate gemästet und dann mit rund 150 Kilogramm geschlachtet werden.

Im eigenen Hofladen ist das Biofleisch und Wurst-Angebot groß. In der Bio-Fleischerei erfolgt die Veredlung des Fleisches der Rinder und Schweine, die auf den eigenen Flächen und in den Ställen herangewachsen sind. Die Gut Gallin GmbH sucht händeringend einen Auszubildenden für das Fleischerhandwerk. "Wir haben ein Riesen-Nachwuchsproblem. In den vergangenen Jahren bildeten wir erfolgreich Fleischer und Landwirte aus, die heute alle in Lohn und Brot stehen. Jetzt suchen wir einen Fleischer-Lehrling. In unserer Bio-Fleischerei kann er alles lernen, beim Schlachten abgefangen über das Zerlegen, das Wurst herstellen und Räuchern. Alles was ein Fleischer wissen und können muss, wollen wir vermitteln. Wir gehen sogar noch weiter. Wenn sich der junge Mann bei uns gut macht, kann er sich zum Meister qualifizieren, um dann nach einer gewissen Zeit die Leitung der Bio-Fleischerei zu übernehmen", sagt Jens Rasim im Gespräch mit SVZ.

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