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Spektakulärer Fang in Norwegen : Riesen-Heilbutt an der Angel

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Steffen Plonka sorgte mit seinem Fang in Norwegen für großen Trubel. Der Fisch war 2,40 Meter lang und 136 Kilogramm schwer

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 21:00 Uhr

„Das war total irre, alleine schon daneben zu stehen“, sagt Maik Plonka, Vorsitzender des Neuhauser Angelvereins mit leuchtenden Augen. Ende Juli war er mit seiner Familie und drei Vereinskollegen im Angelurlaub am Hardangerfjord in Norwegen – mit dabei auch sein Cousin Steffen Plonka, der mit seinem Fang für Schlagzeilen sorgte. „Ich habe gleich gemerkt, dass da etwas größeres angebissen hat. Was genau wusste ich aber zum Anfang nicht.“

Schon vor einem Jahr hatte Steffen Plonka einen Heilbutt mit einer Länge von 1,24 Meter und einen Leng von 1,66 Meter in Norwegen gefangen. Dieses Mal sollte es aber noch eine Nummer größer werden: Der Heilbutt, den Plonka am 26. Juli in der Nähe der Insel Halsnøy an der Angel hat, ist 2,40 Meter lang und 136 Kilogramm schwer. Das erfahren die Angler allerdings erst nachdem sie wieder im Hafen sind. „Als wir noch unterwegs waren, dachten wir der Fisch ist so knapp unter zwei Meter. Wir konnten seine Länge nur schätzen, weil er noch halb unter Wasser war.“ Denn der Versuch den Heilboot ins Boot zu heben misslang. „Wir haben es zu zweit probiert, das hat aber nicht geklappt. Zum Glück hatte ich eine Schwanzwurzelschlinge dabei. Damit haben wir ihn an das Boot gebunden und in den Hafen geschleppt“, erzählt der gebürtige Delliener.

Und dort wurden sie schon von den einheimischen Fischern und Anwohnern erwartet. „Wir hatten unterwegs herumtelefoniert und um Hilfe gefragt, damit wir den Heilbutt aus dem Wasser bekommen. Dazu brauchten wir einen Kran und die Fischer haben uns dann geholfen. Die waren alle begeistert“ – denn so einen riesigen Heilbutt hätten sie schon 20 bis 30 Jahre nicht mehr gesehen. Abends sei dann auch die lokale Presse gekommen und habe Bilder und Interviews machen wollen. Erst da realisierte Steffen Plonka so richtig, was für einen Fang er gemacht und wie viel Glück er dabei hatte.

„Das ist unglaublich“, meint sein Cousin Maik Plonka. „Er hat den Fisch mit einer 0,25 Millimeter geflochtenen Angelschnur aus 90 Metern Tiefe gezogen. Jeder Angler weiß, dass das normalerweise gar nicht geht. Die Schnur hält eigentlich nur 39 Kilo. Der Heilbutt hatte mehr als das Dreifache an Gewicht.“

Über ein Stück des Fisches durfte sich dann jeder aus der Angelgruppe freuen. Probiert haben Maik und Steffen Plonka den Heilbutt aber noch nicht. „Wir haben noch gar nicht so richtig Zeit gehabt, wir sind ja erst vergangenen Sonnabend zurück gekommen. Aber dieses Wochenende machen wir den Räucherofen an und der Heilbutt wird bestimmt gut schmecken“, meint Steffen Plonka.

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