Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow : Richtfest für neuen Förderbereich

Zimmerer Alexander Bork hält den Richtspruch.
Zimmerer Alexander Bork hält den Richtspruch.

Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow erweitert Plätze auf dem Gelände der Werkstätten in der Dr.-Raber-Straße

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24. August 2019, 05:00 Uhr

Hier fing alles an. Dort, wo am Freitag die Richtkrone hing, begann das Lebenhilfewerk im Jahr 1991 mit seiner Arbeit in der Region, erinnerte sich gestern Ines Mahnke, die Geschäftsführerin des Lebenshilfewerkes Mölln-Hagenow, im SVZ-Gespräch an die Anfangsjahre kurz nach der politischen Wende.

Das Lebenshilfewerk erweitert in Hagenow den Förderbereich auf dem Werkstattgelände in der Dr.-Raber-Straße. Gestern feierten die Betreuten, die Beschäftigten, die Mitarbeiter und die Handwerker zusammen mit Gästen aus dem öffentlichen Leben der Stadt das Richtfest für den Neu- und Anbau. Ein wichtiger Abschnitt ist damit geschafft, wie Ines Mahnke in ihrer Begrüßung sagte.

Gerade erste hatte das Lebenshilfewerk in die Erweiterung der Einrichtung am Hasselsort investiert, um dort für insgesamt 60 Mitarbeiter mit psychischen Beeinträchtigungen moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen. Und jetzt geht es auf dem Gelände der Hagenower Werkstätten weiter. Dort wird der Förderbereich von sechs auf 16 Plätze erweitert, wie die Gäste des Richtfestes erfuhren.

„Die neuen Räume sind so konzipiert, dass sie dem Bedarf der Menschen entsprechen. So gibt es auch spezielle Therapieräume für einzelne Angebote. Und auch die Mitarbeiterinnen bekommen Möglichkeiten, zusammen zu kommen. Das war vorher nicht so“, sagte Ines Mahnke im SVZ-Gespräch.

Übrigens gehörte das Gebäude, dass nun aus- und umgebaut wird, vor der Wende zum Hagenower Kartoffelveredlungswerk. Dort war die streng abgeschirmte Forschungsabteilung untergebracht, in der die Firma über die Zukunft der Kartoffelverarbeitung nachdachte und experimentierte. Doch das ist schon lange Geschichte. Im Förderbereich werden nun, nach den Worten von Ines Mahnke, Menschen mit so schweren Behinderungen betreut, die es noch nicht schaffen, unter Anleitung in der Werkstatt zu arbeiten.

„Sie benötigen eine intensive Begleitung über den Tag. Ein Angestellter sorgt sich um drei Menschen mit Behinderungen“, so Ines Mahnke weiter. Wie der Architekt Niels Janiak sagte, werde jetzt, wenn mit dem Dach das Gebäude regensicher ist, der Ausbau vorangebracht.

Für Detlef Postler, dem Leiter der Werkstätten, ist der Neubau ein Gewinn für die Betreuten und die Mitarbeiter, weil nach Fertigstellung mehr moderne Räume zur Verfügung stehen werden. Die Arbeiten begannen im November des Jahres 2018. Alexander Bork von der Hagenower Firma Benzien hielt den Richtspruch, und er sorgte auch dafür, dass das Glas zersprang, so wie es sein soll.

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