Verwaltungssitz wird erweitert : Richtfest am Hagenower Rathaus

Die Stadt lässt das Gebäude (l.)  auf dem Hof des Rathauses sanieren. Fotos: Hirschmann
1 von 2
Die Stadt lässt das Gebäude (l.) auf dem Hof des Rathauses sanieren. Fotos: Hirschmann

Die Hagenower Stadtverwaltung lässt gerade ein bisher weitgehend ungenutztes Gebäude umfassend sanieren, um es ab Herbst als Verwaltungsgebäude zu nutzen. Die Kosten liegen bei rund 875 000 Euro.

von
09. Mai 2013, 06:57 Uhr

Hagenow | Viele werden sich gefragt haben, warum das alte Gebäude auf dem Hof des Hagenower Rathauses in der Löwenhelmstraße mit Bauplanen verhangen ist. Die Stadt Hagenow lässt dort seit September vergangenen Jahres ein bisher weitgehend ungenutztes Gebäude umfassend sanieren, um es ab Herbst als Verwaltungsgebäude zu nutzen. Zu DDR-Zeiten war dort das Wehrkreiskommando zu finden, und so manch ein Hagenower wurde dort für den Dienst bei der NVA gemustert.

Der Grund für die Erweiterung der Verwaltung liegt nach den Worten von Bürgermeisterin Gisela Schwarz in der bereits erfolgten Eröffnung des kooperativen Bürgerbüros des Landkreises im Hagenower Rathaus (SVZ berichtete). Dort, wo das Bürgerbüro eingerichtet wurde, hatte die Bauverwaltung ihre Büros. Die Mitarbeiter sind seither provisorisch in anderen Büros im Rathaus untergebracht. Deshalb bestand die Notwendigkeit, so Gisela Schwarz weiter, neue Räume für die Bauverwaltung zu schaffen, und deshalb wird das Nebengebäude jetzt saniert und umgebaut. Da erhebliche Mittel der Städtebauförderung in das Projekt fließen - immerhin 455 000 Euro - musste der historische Charakter des Gebäudes erhalten bleiben, wenngleich im Inneren alles neu gemacht werden musste. "Bei einer Sanierung weiß man nie, was kommt. Das stellten wir bei den Arbeiten hier fest. Aber weil wir den städtebaulichen Missstand beseitigen wollten, haben wir gesagt: Das ziehen wir jetzt durch", erläuterte Gisela Schwarz weiter beim Richtfest. Sie ist sich gleichsam sicher, dass sich auf diesem Wege die Chancen verbessern, den Verwaltungsstandort Hagenow für die Zukunft zu sichern.

"Wir schaffen somit einen zentralen Anlaufpunkt für die Bürger sowohl der Stadt als auch des Umlandes, so dass hier aus einer Hand Bürgerbegehren bearbeitet werden können. Dabei kann es sich um Kfz-Zulassungen ebenso handeln, wie um Wohngeldangelegenheiten oder um Fragen beim Einwohnermeldeamt oder auch um andere Leistungen des Landkreises, wie die Beantragung von Baugenehmigungen beispielsweise", sagt Gisela Schwarz weiter. Deshalb bringt sich der Landkreis mit 211 000 Euro ein und die Stadt ist mit 209 000 Euro dabei. Die Gesamtsumme des Vorhabens beläuft sich somit auf rund 875 000 Euro. Die weiteren Ausschreibungen laufen, im Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen