Rekruten legen Gelöbnis ab

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Hagenower Soldaten beenden mit Treuebekenntnis ihre Grundausbildung / SVZ-Chefredakteur hält die Gastrede

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19. März 2015, 13:46 Uhr

In der Hagenower Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne haben gestern 93 Rekruten ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. Sie stammen nahezu aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Soldaten und Soldatinnen des Panzergrenadierbataillons 401 hatten zu Jahresanfang ihren Dienst bei den Streitkräften freiwillig angetreten. Das Treuebekenntnis während des Appells im Beisein zahlreicher Ehrengäste und von Familienangehörigen und Freunden bildete den Höhepunkt nach der knapp dreimonatigen Grundausbildung. Musikalisch umrahmt wurde die Zeremonie vom Marinemusikkorps aus Kiel.

Der Kommandeur des Bataillons, Oberstleutnant Michael von Block-Schlesier, verwies in seiner Begrüßungsrede darauf, wie fest die Grenadiere in ihrer Heimat Westmecklenburg verwurzelt seien. Die Gästeliste sei ein Beweis für das gute Miteinander in der Region. Die Anwesenheit der vielen Vertreter beispielsweise aus der Kommunalpolitik unterstreiche die herausgehobene Bedeutung des Tages und zolle den jungen Menschen für deren Beitrag für die Gesellschaft den Respekt, den sie verdienten.

Block-Schlesier dankte den Rekruten ausdrücklich für deren Engagement in den vergangenen Wochen. „Sie haben in vorbildlicher Weise Leistungs- und Lernbereitschaft, Kameradschaft und Belastbarkeit gezeigt“, betonte er. Die Rekruten hatten unter anderem in der Vorwoche in einer 72-Stunden-Übung ihr erlerntes Wissen und Können bei der Rekrutenprüfung nachweisen müssen. Feuerkampf in der Verteidigung, Überwinden der Hindernisbahn mit der Gruppe und Schießen mit Gefechtsmunition waren dabei nur einige Herausforderungen.

Der Chefredakteur der Schweriner Volkszeitung, Michael Seidel, erinnerte als Gastredner an die heutigen realen Gefahren im Militärdienst. „Gerade Ihre Einheit, in der Sie hier ausgebildet wurden, hat hinreichend Erfahrung in heiklen Einsätzen - vom Kosovo kurz nach dem Balkankrieg bis nach Afghanistan in jüngster Zeit“, sagte er. Konflikte überall auf der Welt erforderten unter Umständen den Einsatz deutscher Soldaten in unterschiedlichster Weise. „Sich dennoch, im Bewusstsein um diese Risiken, für einen solchen Dienst freiwillig zu melden, verdient allerhöchsten Respekt“, hob Seidel hervor.

Er ging auch auf das Verhältnis von Presse und Armee ein. Als regionale Tageszeitung würden die im Land stationierten Truppen von Anbeginn begleitet, sowohl im partnerschaftlichen Alltag und erst recht in Ausnahmesituationen wie dem Elbe- und Oderhochwasser.

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