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Vor den Hengstparaden : Redefin bald bei Olympia dabei?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus will internationalen Pferdewettbewerb in die Region holen/ Sonntag startet Hengstparade

von
erstellt am 09.Sep.2014 | 16:26 Uhr

„Die Geschichte dieses Landes ist untrennbar mit dem Pferd verbunden. Seit 1935 gibt es Hengstparaden. Wir gehen davon aus, dass bisher über eine Million Gäste hier waren“, betonte gestern ein sichtlich gut gelaunter Landwirtschaftsminister auf einer Pressekonferenz anlässlich der bevorstehenden Hengstparade. Ohne Züchter gäbe es weder das Gestüt noch die verschiedenen Rassen, betonte Dr. Till Backhaus weiter. „Das Pferd ist für mich lebendiges Kulturgut, das hier in Mecklenburg-Vorpommern ein Zuhause hat. Die Vorführungen sind der Höhepunkt für Züchter, Sportler sowie Pferdefreunde und heute zu einem wahren Publikumsmagneten avanciert“, sagte M-V’s oberster Agrarchef weiter. Nirgends sonst in unserem Land könne man so gut den Erfolg der Pferdezucht und des Pferdesports beobachten, wie hier in Redefin, wo für ihn die Wiege der Pferdezucht sei.

„Rassige Hengste, spektakuläre Schaubilder und ein rasantes Tempo sowie einige Überraschungen erwarten die Besucher“, machte Backhaus Lust auf Mehr. Und nannte einige Zahlen: Insgesamt seien seit der Wiedervereinigung knapp 22 Millionen Euro in das Landgestüt vom Portal über Reithalle bis hin zu den Ställen investiert worden. „Man kann sich kaum vorstellen, wie es hier heute wohl sonst ausgesehen hätte.“

Dass auch dieses Jahr wieder Gastgestüte, dieses Mal aus Polen, Tschechien und Westfalen, das Programm bereichern würden, ließ der SPD-Politiker ebenfalls nicht unerwähnt. Besonders freue er sich aber, dass der Ministerpräsident des Landes, Erwin Sellering, erstmals seine Teilnahme zugesagt habe. Das sei für ihn ein deutliches Bekenntnis des Landes zu seinem Gestüt.

Doch zurück zur Generalprobe, auf der es einige kleinere Patzer gab. Was die Pferdeexperten um Gestütsleiterin Antje Kerber aufatmen ließ. „Nichts ist schlimmer als eine perfekte Generalprobe. Sonst geht nämlich auf der Premiere mit Sicherheit etwas schief. So der Aberglaube.“ Hocherfreut verkündete sie außerdem, dass Dreiviertel aller Eintrittskarten für Sonntag bereits verkauft seien. Für die zweite Parade, eine Woche später, seien bereits 67 Prozent aller Karten weg, für die dritte immerhin auch schon über 40 Prozent. Kerber: „Wer also mit dabei sein will, muss sich wirklich sputen.“

Sputen will sich auch Minister Backhaus, was die Perspektive des bewirtschafteten Landgestütes betrifft, in dem wertvolle Gen-Reserven aufrecht erhalten würden: „Wir überlegen ernsthaft, ob Redefin mit seinem tollen Ambiente, den hervorragenden Grundbedingungen, der geografischen Nähe zur Metropolregion Hamburg sich nicht der Freien und Hansestadt Hamburg anschließen sollte und der Austragungsort für die Pferdewettbewerbe im Zuge der Olympiade sein sollte. Man sollte nichts unversucht lassen, denn das hat Redefin wahrlich verdient.“

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