Lassahn : Rechtsextreme provozieren am Einheitstag

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Verfassungsfeindliche Parolen auf Kampenwerder: Polizei greift ein

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04. Oktober 2019, 06:09 Uhr

Den Tag der Deutschen Einheit und die nach der Wende gepflanzte Einheitseiche auf der Schaalsee-Halbinsel Kampenwerder wollte Personengruppe der rechtsextremen Szene als Bühne für ihre eigene Feier „nutzen“. Das führte am Abend des Feiertags zu einem größeren Polizeieinsatz im Sperrgebiet an der ehemalige Grenze von DDR und BRD.

Verfassungsfeindliche Symbole zu sehen

Aufmerksame Bürger hatten der Polizei zuvor über den Notruf mitgeteilt, dass sich auf der Halbinsel bei Lassahn eine 20-köpfige Personengruppe versammelt hatte. Es erklang das „Memellied“, die Fahne der „Jungen Nationalisten“ war zu sehen. Lied und Fahne gelten als verfassungsfeindliche Symbole. Die eintreffenden Polizisten konnten einen Großteil der Versammlungsteilnehmer kontrollieren, die sich bereits auf der Abreise befanden, heißt es aus dem Polizeipräsidium in Rostock.

In Lassahn selbst blieb dieser braune Spuk unbemerkt. „Wir wurden erst durch den Polizeieinsatz aufmerksam, dass auf der Halbinsel etwas geschehen sein musste“, sagt Mario Langkau. Der Lassahner ist Ortsvorsteher und Wehrführer in dem Zarrentiner Ortsteil. Ein halbes Dutzend Einsatzfahrzeuge war zu sehen, die Beamten kontrollierten den Verkehr auf der einzigen Zufahrt zur Stintenburg und der Halbinsel Kampenwerder sowie direkt in Lassahn, schildert Langkau.

Lassahner überrascht von Treffen der rechten Szene

Was geschehen war, erfuhren die Lassahner erst am Freitag aus den Nachrichten. Langkau ist überrascht von den Vorkommnissen, denn weder die Halbinsel Kampenwerder noch die Einheitseiche dort sind bislang als Treffpunkt für die rechtsextreme Szene bekannt.

Für die Polizei ist der Vorfall nicht abgeschlossen, wegen der Durchführung einer unangemeldeten Versammlung wurden Strafanzeige erstattet und Ermittlungen aufgenommen.

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